Eberles Axpo-Nomination wirft Wellen

FRAUENFELD. Der neue Thurgauer Vertreter im Verwaltungsrat des Energiekonzerns Axpo soll SVP-Ständerat Roland Eberle werden. Der Regierungsrat hat ihn als Nachfolger des früheren EKT-Verwaltungsrats-Präsidenten Hansjakob Zellweger nominiert. Doch gegen Eberles Nomination regt sich Kritik.

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Staenderat Roland Eberle (SVP-TG) verfolgt die Debatte in der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag 6. Dezember 2011, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider) (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))

Staenderat Roland Eberle (SVP-TG) verfolgt die Debatte in der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag 6. Dezember 2011, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider) (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))

FRAUENFELD. Der neue Thurgauer Vertreter im Verwaltungsrat des Energiekonzerns Axpo soll SVP-Ständerat Roland Eberle werden. Der Regierungsrat hat ihn als Nachfolger des früheren EKT-Verwaltungsrats-Präsidenten Hansjakob Zellweger nominiert. Doch gegen Eberles Nomination regt sich Kritik. SP und Grüne halten sie für ein falsches Zeichen, da die SVP den Atomausstieg nicht unterstütze. Eberle betont freilich, dass er die Kompromissvorlage beider Räte zum Atomausstieg mittragen könne. Allerdings müssten rasch Alternativen zum Atomstrom entwickelt werden.

Schläpfer: «Idealbesetzung»

Auch der Thurgauer Regierungspräsident Kaspar Schläpfer weist die Kritik von SP und Grünen zurück. Eberle sei als ehemaliger CEO und Regierungsrat eine Idealbesetzung für den Axpo-Verwaltungsrat. Die Axpo müsse sich jetzt an die neuen Rahmenbedingungen anpassen. Die politischen Entscheide seien schon gefällt.

Nachspiel im Grossen Rat

Die Kritik der SP an Roland Eberles Nomination für den Axpo-Verwaltungsrat beschäftigte gestern auch das Kantonsparlament. SP-Kantonsrat Peter Gubser reichte eine Einfache Anfrage ein, die sich kritisch mit Eberles Nomination befasst. Gubser wollte von der Regierung wissen, ob es mehr Bewerberinnen und Bewerber für den Axpo-Verwaltungsrat gab, und ob die Regierung bereit sei, auf die Nomination zurückzukommen. Gubser verweist zudem darauf, dass der Axpo-Verwaltungsrat aus 13 Männern und keiner Frau bestehe. (hal)