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DURCHGESETZT: Der letzte Goldacher

Der FC Rorschach-Goldach gewinnt das 2.-Liga-Spiel gegen Weinfelden-Bürglen mühelos mit 5:1. Verteidiger Robin Jung ist der einzige Goldacher, der den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hat.
Beni Bruggmann
Robin Jung spielt als linker Aussenverteidiger für den FC Rorschach-Goldach. (Bild: Hanspeter Schiess)

Robin Jung spielt als linker Aussenverteidiger für den FC Rorschach-Goldach. (Bild: Hanspeter Schiess)

Beni Bruggmann

sport

@tagblatt.ch

Der FC Rorschach aus der 2. Liga und der FC Goldach aus der 3. Liga haben sich auf diese Saison hin zusammengefunden zum neuen FC Rorschach-Goldach. Sieben ehemalige Goldacher Spieler standen anfänglich im grossen Kader der ersten Mannschaft. Übrig geblieben ist einer. Er heisst Robin Jung, ist 25-jährig und spielt linker Aussenverteidiger. Die andern zehn Spieler, die für dieses vierte Heimspiel in der jungen Vereinsgeschichte auf dem Sportplatz Kellen auflaufen, sind Ex-Rorschacher. Trainer David Gonzalez formuliert knapp und deutlich: «Die, die wollen, sind dabei.»

Robin Jung will. Das sieht man 90 Minuten lang. Die linke Aussenbahn gehört ihm. Er verteidigt geschickt und fair. Im ganzen Spiel begeht er kein einziges Foul. Und immer wieder stürmt er mit. Bei Freistössen und Eckbällen ist der gegnerische Strafraum sein Revier. Zum 3:0 gibt er den entscheidenden Pass, und kurz vor Halbzeit verpasst er das Tor nur knapp. Trainer Gonzalez und Torhüter Babic rufen mehrfach: «Robin, zurück!» Damit schicken sie ihren stürmenden Verteidiger immer wieder auf seinen Platz in der Abwehr.

Mannschaft steht im Vordergrund

Was sich durchaus spektakulär liest, liegt gar nicht in der Absicht des jungen Mannes. Er will nicht glänzen, er will spielen. Er ist konzentriert, spricht wenig und spielt einfache Pässe. Da ist einer am Werk, dem das Wohl des Teams am Herzen liegt, ein Teamplayer. Dafür macht er die weitesten Wege, ist in beiden Strafräumen daheim. Er ist konditionell stark. «Als Schreiner bin ich den ganzen Tag auf den Beinen. Da hole ich die Grundkondition. Dazu kommen die Trainings. Das reicht.» Er braucht kein ergänzendes Training im Fitnessraum. «Ich geniesse meine freie Zeit mit meinen Kollegen. Im Sommer auch am Bodensee oder in dieser Jahreszeit zum Beispiel an der Olma.»

Fusion für die Zukunft

«Die Fusion der beiden Vereine ist für beide Seiten in Ordnung», sagt er. Dabei war er, Goldacher mit Leib und Seele, zuerst dagegen. Aber jetzt sieht er für den neuen Verein gute Aussichten. «Im Moment stehen wir in einer Entwicklung. Für die Zukunft war es die richtige Lösung.»

Durch die Fusion ist Jung von der 3. in die 2. Liga aufgestiegen. Er hat nie den Verein gewechselt. «Ich bin ein Goldacher», sagt er nicht ohne Stolz, und ergänzt: «Es gefällt mir im neuen Team ausgezeichnet. Einige Spieler habe ich ja vorher schon gekannt. Ich fühle mich wohl, bin bestens integriert.» Integriert ist er auch in Goldach, wo er zusammen mit seiner Freundin wohnt. Seine beiden Wirkungsstätten erreicht er mit dem Velo in kurzer Zeit, nämlich den Arbeitsplatz bei der Firma Eilinger Holz AG und den Fussballplatz Kellen in Tübach.

Vater Stürmer, Bruder Goalie

Auch das Haus seiner Eltern liegt im gleichen Gebiet. Dort hat ihn vor Jahren das Fussballvirus erfasst. Kein Wunder: Der Vater spielte früher beim FC Staad als Stürmer, war Torschütze. Kevin, Robins älterer Bruder, ist Goalie und spielt zurzeit beim FC Au-Berneck. Die Söhne beide defensiv, der Vater offensiv. Kein Wunder, muss man gelegentlich rufen: «Robin, zurück!»

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