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DUNKELHEIT: Immer weniger Einbrüche

Der Mythos, dass bei Dämmerung häufiger eingebrochen wird, hält sich hartnäckig. Doch die Vorgehensweise der Diebe hat sich verändert. Insgesamt geht die Zahl der Einbrüche auf Stadtgebiet jedoch zurück.
Christoph Renn
Die Stadtpolizei St. Gallen sucht bei Verkehrskontrollen regelmässig auch nach Einbruchswerkzeugen. (Bild: Stapo SG)

Die Stadtpolizei St. Gallen sucht bei Verkehrskontrollen regelmässig auch nach Einbruchswerkzeugen. (Bild: Stapo SG)

Eingeschlagen Fensterscheiben und aufgebrochene Türen: Zurzeit vergeht kaum ein Tag ohne Einbruchsmeldung der Polizei. Diebe entwenden meist Schmuck und Bargeld, manchmal auch elektrische Geräte. Doch die Wahrnehmung in der Bevölkerung, dass Einbrecher in den Herbstmonaten Hochbetrieb ­haben, täuscht. Im Vergleich zu den Vorjahren gehen die Zahlen stark zurück. Waren es 2014 noch 491 Einbrüche, registrierte die Polizei auf Stadtgebiet 2016 noch 334. Seit Jahresbeginn bis gestern waren es nochmals 27 Prozent weniger als in derselben Periode im Vorjahr.

Trotzdem hält sich die Annahme hartnäckig, dass die früher einsetzende Dämmerung mehr Einbrecher in die Stadt lockt. Doch dies stimmt nicht, wie Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, sagt. «Wenn es dunkel ist, ist es für die Einbrecher zwar einfacher, nicht erkannt zu werden. Es gibt aber immer mehr Einbrüche, die am helllichten Tag passieren.» Ihr Plan: Durch ihr kaltschnäuziges Auftreten sind sie weniger auffällig. «Die Vorgehensweise hat sich verändert.»

Mehr Patrouillen in den Quartieren

Verändert hat sich jedoch auch die Arbeit der Polizei in Bezug auf Einbrüche. Ob die sinkenden Zahlen damit zusammenhängen, kann laut Rezzoli nicht direkt gemessen werden. «Ich denke aber, dass die Massnahmen langsam ihre Wirkung zeigen.» Die Polizei habe vor allem im präventiven Bereich enorme Fortschritte gemacht. Die Bevölkerung soll mit Ratgebern und Auftritten an verschiedenen Messen, an denen sie Unternehmen beraten, sensibilisiert werden. «Aber auch auf den Strassen sind wir sichtbarer», sagt Rezzoli. Dies bestätigt Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St. Gallen. «Wir ­verfolgen stets die Zahlen zu den Einbrüchen in der Stadt», sagt er. Zeige sich anhand der Auswertungen eine Häufung in einem Gebiet der Stadt, würde die Polizei dort ihre Präsenz mit Patrouillen verstärken. «In dieser Jahreszeit sind wir aber sowieso vermehrt in den Quartieren unterwegs», sagt Widmer. Manchmal auch in ziviler Kleidung. Doch die Stadtpolizei versucht nicht nur durch höhere Präsenz gegen Einbrecher vorzugehen: «Wir führen immer wieder Verkehrskontrollen durch, bei denen wir das Hauptaugenmerk auf Diebe legen.» So suchen wir beispielsweise nach Brecheisen oder anderen Einbruchswerkz-eugen.

Verdächtige Personen der Polizei melden

Trotz aller Massnahmen kommt es immer wieder zu Einbrüchen. «Deshalb ist es umso wichtiger, dass verdächtige Personen, die nicht ins Quartier gehören, sofort der Polizei gemeldet werden», sagt Rezzoli.

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