Dürüm, Sprints und gute Laune

Am dritten Dorflauf von «Mörschwil bewegt» fand am Samstag der erste Event im Generationenzelt statt. Die Brücke wurde übers Essen geschlagen: Für fünf Franken gab es typische Menus der jungen, mittleren und älteren Altersgruppen.

Ramona Riedener
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Egal ob Dürüm, Penne oder Hackbraten mit Kartoffelstock: Für jeden war im Generationenzelt was dabei. (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

Egal ob Dürüm, Penne oder Hackbraten mit Kartoffelstock: Für jeden war im Generationenzelt was dabei. (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

MÖRSCHWIL. «Hopp, Hopp, Hopp», tönt es am frühen Samstagabend am Strassenrand neben der Seeblickhalle, bevor ohne Vorwarnung ein wolkenbruchartiger Platzregen herunter prasselt. Während die eben noch anfeuernden Zuschauer im Generationenzelt Schutz suchen, scheint den Läufern, die gerade unterwegs sind, die unfreiwillige Dusche nicht viel auszumachen. Unbeirrt laufen die Einzel- und Gruppenkämpfer ihre Runden am dritten Dorflauf, einem von «Mörschwil bewegt» organisierten Anlass.

Der erste Dürüm

Im Generationenzelt sind die 25 freiwilligen Helferinnen und Helfer im Alter von 16 bis 84 Jahren auf den Ansturm der Schutz suchenden Personen gut vorbereitet. Ein dreiköpfiges OK-Team hat den ersten Event im Generationenzelt organisiert. Bei diesem geht es darum, die verschiedenen Altersklassen zusammenzuführen und das Verständnis füreinander zu fördern. Für fünf Franken gibt es je eine Portion Poulet-Dürüm von der jungen, Penne von der mittleren und Hackbraten mit Kartoffelstock von der älteren Generation zu probieren. «Essen spricht alle Altersgruppen an», sagt Organisator Alex Brander. «Wir haben im Zelt drei Beizen eingerichtet, welche die jeweilige Generation verkörpern sollen.» Viele der älteren Leute hätten noch nie einen Dürüm probiert und sich nun von den Jüngeren zeigen lassen, wie man einen Dürüm bestellt. So auch der 81jährige Hermann Köppel: «Ich habe vorher noch nie Dürüm gegessen. Es hat mir ganz gut geschmeckt», sagt der Rheintaler, der schon seit 35 Jahren in Mörschwil lebt. Er findet die Idee mit den drei Generations-Gerichten sehr originell. «Auch die Stimmung hier im Zelt ist super. Der Anlass ist perfekt organisiert.»

Gemeinsam feiern verbindet

Nachdem der Regen nachgelassen hat, haben auch die Läuferinnen und Läufer wieder mehr Zurufe auf ihrem Schlussspurt in die Zielgerade. «Es ist ein super Event», sagt Sonja Nef, die ehemalige Skirennfahrerin, die mit ihrer Familie in Mörschwil lebt. «Es ist spannend zuzuschauen. Besonders, wenn man die Leute kennt.» Durch ihre Kinder habe sie einen guten Kontakt zu vielen Dorfbewohnern. Sie freue sich, dass alle Altersklassen am Dorfanlass teilnehmen können, sagt Nef. «Mörschwil macht viel für seine Einwohner. Solche Events verbinden.»

Zahlreiche Läuferinnen und Läufer nahmen am dritten Dorflauf in Mörschwil teil. (Bilder: Urs Bucher)

Zahlreiche Läuferinnen und Läufer nahmen am dritten Dorflauf in Mörschwil teil. (Bilder: Urs Bucher)