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Duell der Schwestern

Wenn am Sonntag um 17 Uhr der Cup-Viertelfinal zwischen dem NLB-Club Waldkirch-St. Gallen und den NLA-Unihockeyanerinnen von Dietlikon angepfiffen wird, stehen sich gleich zwei Schwesternpaare gegenüber.
Vom Gastgeber zum Gast: Dietlikons Rahel Zellweger und ihre Schwester Selina. (Bild: Urs Jaudas (Urs Jaudas))

Vom Gastgeber zum Gast: Dietlikons Rahel Zellweger und ihre Schwester Selina. (Bild: Urs Jaudas (Urs Jaudas))

Die Reaktion auf die Zusammensetzung des Cup-Viertelfinals hätte unterschiedlicher nicht sein können. Während sich Selina Zellweger darüber amüsierte, freute sich ihre jüngere Schwester Rahel im ersten Moment überhaupt nicht. «Ich kenne das ganze Umfeld, die Halle, die Fans, deshalb ist es komisch, in St. Gallen zu spielen», sagt die 20jährige Verteidigerin vom UHC Dietlikon. Bis im vergangenen Frühling war Rahel Zellweger in der Halle Tal der Demut nicht Gast, sondern Gastgeberin und spielte Seite an Seite mit ihrer 25jährigen Schwester. Dass sie noch immer viele Spielerinnen kennt, sieht sie jedoch nicht als Vorteil: «Waldkirch-St. Gallen spielt nicht jedesmal gleich und ist deshalb unberechenbar.»

Wie die beiden Brüder

Seit Rahel Zellweger zu Dietlikon gewechselt hat, sehen sie sich kaum noch. An die jeweilige Spielweise können sie sich aber noch immer erinnern. «Rahel bringt viel Power ins Spiel», sagt Selina Zellweger. Die Stürmerin dagegen wird von ihrer Schwester als Kämpferin beschrieben. «Wenn eine Gegnerin mit dem Ball davonläuft, dann mag sie das überhaupt nicht.» Von der Spielweise ähneln sie aber eher ihren Brüdern, die bei Waldkirch-St. Gallen spielen. Rahel verteidigt ebenso physisch wie Adrian, Selina ist im Sturm schnell wie Andrin.

Als Kinder vom Vater trainiert

Unihockey ist bei den Zellwegers ein Familiensport. Als Kinder wurden Rahel und Selina Zellweger beim UHC Neckertal von ihrem Vater trainiert. Später wechselten sie zu Waldkirch-St. Gallen, wo sie zwei Jahre lang zusammen spielten. Der Cup-Viertelfinal ist nun das erste Aufeinandertreffen als Gegnerinnen. Besonders gefreut hat das vor allem die Mutter: Damit gehöre sie für einmal so oder so zu den Gewinnerinnen.

Trifft ein NLB-Team auf eins aus der höchsten Liga, ist der Gegner meist wenig bekannt. Nicht aber in diesem Fall. Seit drei Jahren spielt Evelyne Ackermann für das NLA-Team Dietlikon und wurde dabei immer wieder von ihrer Schwester Isabelle zu den Partien begleitet. Am Sonntag stehen sich die Unihockeyanerinnen nun das erste Mal in einer Partie gegenüber. «Es wird sicher ein hartes Spiel für uns», sagt Isabelle Ackermann von Waldkirch-St. Gallen. Die Spielweise von Dietlikon zu kennen, sieht sie dabei nicht als entscheidenden Vorteil: Zu wissen wie der Gegner spielt, sei das eine, dieses Wissen in der Partie auszunützen, jedoch etwas ganz anderes, sagt die 25jährige Wilerin.

Kämpferische St. Gallerinnen

Verloren gibt sie das Cup-Viertelfinal jedoch noch nicht. «Wir geben alles», sagt Isabelle Ackermann. Darin sieht ihre jüngere Schwester auch ihre Stärke. «Isabelle ist eine Kämpferin», sagt Evelyne Ackermann. «Das liegt bei den Spielerinnen von Waldkirch-St. Gallen im Blut.» So unterschiedlich die Schwestern aussehen, so unterschiedlich ist auch ihre Spielweise. «Bei Evelyne sieht alles so einfach und elegant aus», sagt Isabelle Ackermann. «Ich hingegen bin eher eine Chrampferin.»

Kein leichter Schritt

Im Spiel haben sie sich dabei stets ergänzt. Erst als Kinder zwischen den Autos in der Tiefgarage, später in der NLB bei Waldkirch-St. Gallen. Dann, vor drei Jahren, wechselte Evelyne Ackermann nach Dietlikon in die NLA. Obwohl es für sie bereits seit längerem ein Thema war, fiel ihr dieser Schritt nicht leicht. «Waldkirch-St. Gallen ist ein tolles Team», sagt die Zuzwilerin. «Damals glaubte ich nicht, dass es so etwas nochmals gibt.» Ihre Zürcher Mitspielerinnen haben ihr das Gegenteil bewiesen.

Raya Badraun

Haben sich früher auf dem Spielfeld ergänzt: Isabelle und Evelyne Ackermann. (Bilder: Urs Jaudas)

Haben sich früher auf dem Spielfeld ergänzt: Isabelle und Evelyne Ackermann. (Bilder: Urs Jaudas)

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