DREIKAMPF: Vor der entscheidenden Weichenstellung

Dem SV Fides stehen in der 1. Liga der Handballer die entscheidenden zwei Partien bevor. Zuerst empfangen die St. Galler heute um 19 Uhr in der Kreuzbleiche den HC Romanshorn.

Fritz Bischoff
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Vier Runden stehen im Handball der 1. Liga noch an, ehe entschieden ist, wer im neuen Jahr die ­Final- und wer die Abstiegsrunde bestreiten wird. Die Planung für die Finalrunde können der Leader Kreuzlingen und der Zweite Frauenfeld wohl angehen. Sie ­dominierten bisher die Gruppe deutlich. Doch um die beiden ­andern Finalrundenplätze bahnt sich ein Dreikampf zwischen dem SV Fides, dem HC Romanshorn und dem TV Appenzell an. Die drei Teams sind lediglich durch zwei Zähler voneinander getrennt, und auch Arbon auf Platz sechs muss seine Ambitionen noch nicht ganz abschreiben. Den Ausgang des Qualifikationskampfes am meisten selber bestimmen kann der SV Fides. Die St. Galler empfangen morgen um 19 Uhr in der Sporthalle Kreuzbleiche den HC Romanshorn und sind eine Woche später beim TV Appenzell zu Gast. «Mit mindestens einem, aber besser natürlich zwei Siegen in diesen Direktvergleichen können wir den Sack zubinden. Da wir aber in den letzten beiden Runden noch gegen die beiden Tabellenletzten Vorderland und Pfader Neuhausen spielen, müssen wir uns auch nicht einen übermässigen Druck aufsetzen», ist Goalie Lukas Buff überzeugt.

Für den 30-Jährigen ist die Partie gegen die Romanshorner einerseits eine besondere – anderseits aber auch nicht mehr. Von 2008 bis 2011 spielte er bei den Thurgauern. «Aus jener Zeit sind praktisch keine Spieler mehr im Kader, so dass die Beziehung eine eher kleine geworden ist.»

Hinspielniederlage noch im Hinterkopf

Weit mehr beschäftigt Buff noch die Tatsache, dass sein Team in der Vorrunde gegen die Romanshorner eine – wie er meint, völlig unnötige – 23:29-Niederlage bezogen hat und Topskorer Sascha Häni mit einer Trefferquote von 90 Prozent bei elf Abschlussversuchen zehn Tore warf. «Das darf uns nicht mehr passieren. Da müssen wir gewappnet sein und dürfen die Thurgauer als Team – aber vor allem auch einzelne Spieler – nicht unterschätzen», warnt der Fides-Torhüter. Grundsätzlich sieht er sein Team aber in einer positiven Entwicklung. Vor der deutlichen Niederlage mit dem 25:32 am vergangenen Samstag gegen den Leader Kreuzlingen gewannen die St. Galler vier Partien in Folge. «Ich denke, wir haben uns in den vergangenen zwei Monaten kontinuierlich steigern können.» Dieser Trend soll nun in den kommenden entscheidenden zwei Wochen bestätigt und fortgesetzt werden. Damit hätte ­Fides sein erstes Saisonziel erreicht – nämlich die Qualifikation für die Finalrunde.

Fritz Bischoff