Drei Zentren für alle Sek- und Realschüler

In seiner Antwort auf eine Interpellation von Daniel Kehl (SP) gibt der Stadtrat weitere Details zur integrativen Oberstufe bekannt. Ab dem Sommer 2017 soll es keine separaten Sekundar- und Realschulen mehr geben, sondern drei gemischte Oberstufenzentren.

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Die Kantonssekundarschule (Flade) wird derzeit von einer reinen Sekundarschule zu einer gemischten Oberstufe mit Sekundar- und Realschülern umgebaut. Eine Projektgruppe arbeitet die Rahmenbedingungen aus, und bis Ende des laufenden Schuljahres soll eine definitive Lösung vorliegen. In ihren Verhandlungen seien sich die Stadt und der katholische Konfessionsteil einig darüber, «dass die Flade künftig nebst der Sekundarschule auch eine Realschule führen wird». Dies schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Interpellation von SP-Stadtparlamentarier Daniel Kehl. Dieser hatte wissen wollen, wie die integrative Oberstufe – also das Zusammenführen von Sekundar- und Realschule an einem Ort – in der Stadt umgesetzt wird.

Unabhängig von der Flade

Dass die Flade künftig auch Realschüler aufnimmt, ist Voraussetzung dafür, dass die integrative Oberstufe in der Stadt Realität wird. Bei der Entwicklung der städtischen Oberstufe wolle man sich aber nicht «durch Fragen zur Flade zeitlich oder inhaltlich beschränken lassen», stellt der Stadtrat klar. Vielmehr treibe man die Entwicklung der Oberstufe unabhängig von der Flade voran.

Einerseits plant der Stadtrat eine Reorganisation: Künftig soll es die drei Oberstufenzentren Ost, Centrum und West geben. Alle neuen Sekundar- und Realklassen sollen möglichst gleichmässig auf diese drei Zentren verteilt werden. Reine Sekundar- und Realschulen wie heute wird es dann laut Stadtrat nicht mehr geben. Innert dreier Schuljahre soll es so weit sein: Am 1. August 2017 soll die Verteilung starten.

Drei Jahre umstrukturieren

Danach folgt laut Stadtrat in einem zweiten Schritt die Etablierungsphase der städtischen Oberstufenschulen. Am 1. August 2019 soll auch eine dreijährige Umstrukturierungsphase der Flade starten. In einer dritten Phase ab 1. August 2022 beginnt dann für alle Oberstufenschulen in der Stadt die sogenannte pädagogische Schulentwicklung. Während mehrerer Jahre sollen Auftrag und Aufgaben der Oberstufenschulen reflektiert werden, schreibt der Stadtrat.

Schliesslich soll Realität werden, was man im Kindergarten und in der Primarschule schon kennt: «Jede Oberstufenschule führt vor Ort grundsätzlich das gesamte Bildungsangebot ohne Zugangsbarrieren für alle Kinder des jeweiligen Schulkreises, ungeachtet ihrer sozialen Herkunft und ihrer schulischen Leistungsfähigkeit.» (rbe)