Drei Männer wollen auf zwei Sitze

STEINACH. Für die Ersatzwahl von zwei Mitgliedern des Schulrates am kommenden Wochenende sind drei Kandidaten gesetzt. Die Situation ist speziell: Das könnten die letzten Schulratswahlen in Steinach sein.

Fritz Heinze
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Die Schulratskandidaten André Mattle, parteilos, Michael Aebisegger, FDP, Manuel Hutter, SVP (von links). (Bild: Fritz Heinze)

Die Schulratskandidaten André Mattle, parteilos, Michael Aebisegger, FDP, Manuel Hutter, SVP (von links). (Bild: Fritz Heinze)

Zur Wahl stellen sich Michael Aebisegger (FDP), Manuel Hutter (SVP) und André Mattle (parteilos). Alle drei Kandidaten nennen als Motivation, sich für das Gemeinwohl und eine zukunftsorientierte Schule einsetzen zu wollen. Zu besetzen sind zwei Sitze, weil Schulrätinnen Mitte der Amtsdauer vorzeitig zurücktreten: Iris Gasser (CVP) und Gioia Mariana (SVP).

Bei den Kandidaten können die Stimmberechtigten auswählen unter drei Männern, in deren beruflicher Tätigkeit finanzielle Aspekte hohe Priorität haben. Das bedeutet, dass in den kommenden zwei Jahren vier Schulräte (mit Schulratspräsident Armin Knecht und Schulrat Christoph Hess) von fünf aus diesem beruflichen Umfeld kommen. Dieser Aspekt und dass keine Frau zur Wahl steht, könnte in der Wählerschaft zu reden geben.

In Startlöcher gehen

Doch Vorwürfe zur Auswahl der Kandidaten sind keine zu machen: Für den Schulrat mit bisheriger Frauenmehrheit waren diesmal keine Kandidatinnen zu finden. Der Umstand, dass die Organisation der Schule mit der voraussichtlichen Umwandlung von Steinach in eine Einheitsgemeinde – allenfalls in eine ohne Schulrat – neuen Zeiten entgegen geht, änderte die Ausgangslage. Einerseits mag es die CVP verschmerzen, dass sie ihre Mehrheit nicht halten kann.

Anderseits dürfte es für die derzeit im Schulrat nicht vertretene FDP und für die SVP interessant sein, ihren Mann im Schulrat zu wissen, sollte ein Schulrat oder der aktuelle Schulratspräsident in den Gemeinderat nachrücken können. Auch wenn dieses Szenario offiziell bei keinem der Kandidaten und bei keiner Partei im Vordergrund steht.

Nur noch eine Frau

Wie viele Frauen braucht ein Schulrat? Nach den Rücktritten ist es in Steinach mit Cornelia Letti (SP) nur noch eine. Über die sich nun abzeichnende grosse Männermehrheit lässt sich diskutieren, insbesondere bei einem auch im Bereich Erziehung tätigen Gremium. Denn die Aufgabenbereiche von Schulleitung und Schulrat lassen sich wohl nicht gänzlich trennen.

Im Hinblick auf die Umwandlung in eine Einheitsgemeinde werden Optimierungen und Bündelung der Synergien im finanziellen Bereich im Vordergrund stehen. Doch es müssen auch andere Aufgaben gelöste werden.

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