Drei Gemeinden planen das Seeufer

Privathäuser, Projekte zu Jubiläen und Ortsplanungen sind nur einige der Dinge, die bei der Planung des Seeufers bedacht werden müssen. Damit dies einfacher wird, machen drei Seegemeinden gemeinsame Sache mit dem Kanton.

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Gesamtkonzept: Die Uferentwicklung wird für 15 Jahre geplant. (Bild: Dominik Bärlocher)

Gesamtkonzept: Die Uferentwicklung wird für 15 Jahre geplant. (Bild: Dominik Bärlocher)

Seeregion. Der Goldacher Verkehrsverein besteht seit 94 Jahren. Zu seinem hundertsten Geburtstag im Jahre 2017 zieht er laut Goldacher Mitteilungsblatt, dem «Wellenbrecher», in Betracht, ein Projekt am See zu verwirklichen. Da ein solches immer mit grossem planerischen Aufwand verbunden ist, hat der Gemeinderat bereits jetzt schon eine erste Vorprüfung beim Kantonalen Planungsamt veranlasst.

Gesamtkonzept

Das Amt stellt sich nicht gegen neue Vorhaben am See. Die Anliegen der Gemeinden müssen aber aufeinander abgestimmt werden. Entlang dem Seeufer sind weitere Projekte pendent, die in einen koordinierten Entwicklungsprozess einzubetten sind. Die Gemeinden Goldach, Rorschach und Rorschacherberg haben deshalb eine gemeinsame Seeuferplanung beschlossen. Ziel ist es, den Istzustand zu dokumentieren und den Soll-Zustand für etwa 15 Jahre zu definieren. Die regionale Planung wird folglich auch in das Projekt «Zukunft Goldach» einfliessen.

Projektorganisation eingesetzt

Die regionale Seeuferplanung steht unter der Leitung des Rorschacherberger Gemeindepräsidenten Beat Hirs. Die Arbeitsgruppe besteht aus Vertretern des kantonalen Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation, des Amtes für Wasserbau, des Amtes Natur, Jagd und Fischerei und der Bauverwaltungen der drei Gemeinden. Begleitet wird die Arbeitsgruppe vom Planungsbüro Eigenmann Rey Rietmann ERR, St. Gallen.

Dem zugehörigen Lenkungsausschuss gehören der Kantonsplaner Ueli Strauss, Stadtpräsident Thomas Müller sowie die Gemeindepräsidenten Thomas Würth und Beat Hirs an. Der Lenkungsausschuss trifft sich jeweils dann, wenn nach wichtigen Arbeitsschritten Resultate vorliegen. Die abschliessenden Beschlüsse treffen die Räte der Seeuferplanung in Absprache mit dem Kanton. Die Kosten für die Seeuferplanung sind auf 30 000 Franken veranschlagt, die von den Gemeinden zu je einem Drittel getragen werden. Die Planungsarbeiten laufen bereits. Im Frühjahr 2012 werden die Gemeinden über die Ergebnisse informieren. (Gk.)