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Drei Banken wollen heiraten

Die Raiffeisenbanken Abtwil-St. Josefen, Engelburg und Winkeln wollen fusionieren. Über die Absicht der Verwaltungsräte wurde am Freitag informiert, Details sind noch keine bekannt.
Sebastian Schneider
An der Raiffeisen-Generalversammlung in Abtwil wurden die Fusionspläne vorgestellt. (Bild: Benjamin Manser)

An der Raiffeisen-Generalversammlung in Abtwil wurden die Fusionspläne vorgestellt. (Bild: Benjamin Manser)

Bei den Raiffeisenbanken in der Region ist das Thema Fusion derzeit hoch im Kurs. Am 18. März stimmen die Genossenschafter der Raiffeisenbank Eggersriet-Grub über den Zusammenschluss mit der Bank in Heiden ab. Am Wochenende ist zudem bekannt geworden, dass auch die Raiffeisenbanken Abtwil-St. Josefen, Engelburg und Winkeln fusionieren sollen.

Frühzeitig informieren

Erste Gespräche haben bereits stattgefunden: «Die Verwaltungsräte der drei Banken stehen diesbezüglich in Kontakt», sagt Thomas Häseli, der seit einem Jahr Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Abtwil-St. Josefen ist. Allerdings seien noch keine Details besprochen worden. Bis jetzt habe man erst Sondierungsgespräche geführt und entschieden, einen Zusammenschluss zu prüfen. Grund zur Eile gibt es auch noch keine, da laut Häseli erst an der Generalversammlung im Jahr 2019 über den Zusammenschluss abgestimmt werden soll. Den Verwaltungsräten sei es aber ein Anliegen, dass Kunden und Eigentümer frühzeitig benachrichtigt werden. Deshalb habe man bereits am Freitag, an den Generalversammlungen in Abtwil und Engelburg, über das Vorhaben informiert.

Kein überraschender Schritt

Eine Fusion bringt aus Sicht von Häseli mehr Vor- als Nachteile. Und er beteuert, dass die Geschäftsstellen vor Ort wegen der Fusion nicht gefährdet seien. Negative Reaktionen seien keine eingetroffen, sagt Häseli. «Von vielen Seiten ist ohnehin vermutet worden, dass es bald einmal in diese Richtung gehen kann.»

Tatsächlich dürften Fusionen von Raiffeisenbanken nicht mehr gross überraschen. Das Mutterhaus hat in ihrer «Strukturstrategie 2020» bereits 2014 definiert, dass eine Raiffeisenbank ein Gesamtvolumen von 600 Millionen umfassen soll. Die Banken in Abtwil und Winkeln weisen im aktuellen Geschäftsbericht eine Bilanzsumme von über 200 Millionen Franken aus, die Raiffeisenbank in Engelburg liegt unter diesem Wert. Die 600 Millionen Franken können also nur durch den Zusammenschluss der drei Banken erreicht werden, was laut Häseli auch der Grund ist, weshalb gleich alle drei Banken fusionieren sollen. Doch der Druck steige vor allem von aussen. Wie viele Funktionäre in der Region, sagt auch Häseli, dass Vorschriften in bezug auf die Arbeitsteilung zunähmen und nur noch schwierig zu bewältigen seien: «Die Funktionentrennung ist nicht zu unterschätzen, in einigen Jahren werden es kleine Banken schwer haben, mit wenig Personal alle Auflagen einzuhalten.»

Fusionspartner kennen sich

Die Fusionspläne haben auf das operative Geschäft vorerst keinen Einfluss, wie René Isler, Bankleiter in Engelburg, auf Anfrage sagt. Allerdings sei natürlich auch er involviert. «Wir machen uns Gedanken, wie die zukünftige Zusammenarbeit organisiert werden kann.»

Mit der Raiffeisenbank Abtwil-St. Josefen stehe man ohnehin in regem Kontakt. Dass man einander «wohlgesinnt» sei, zeige sich beispielsweise an der Gaiserwalder Gewerbeausstellung von Ende Mai, an der man als Hauptsponsor auftritt. So sei man nicht nur als Nachbar, sondern auch als Bank in derselben Gemeinde im Austausch.

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