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DORFVEREIN: Die Buben des Frauenturnvereins

Seit 30 Jahren gibt es den Volleyballclub Andwil-Arnegg. Ein Blick zurück in die Anfangszeit zeigt, wie alles begann. Junge Männer aus beiden Dörfern waren mit ein Grund für die Clubgründung im Jahr 1987.
Ives Bruggmann
Die Mannschaft der ersten Stunde an der Schweizer Meisterschaft der A-Junioren 1989 in Biel.

Die Mannschaft der ersten Stunde an der Schweizer Meisterschaft der A-Junioren 1989 in Biel.

Ives Bruggmann

ives.bruggmann

@tagblatt.ch

Es musste ein eigener Verein her. Darüber waren sich im Februar 1987 über 60 volleyballverrückte Andwiler und Arnegger einig und gründeten den Volleyballclub Andwil-Arnegg. Schon über zehn Jahre lang hatten die Frauen des Schweizerischen Verbands Katholischer Turnerinnen (SVKT) Andwil diesen Sport mit viel Leidenschaft ausgeübt. Unter dem Dach des SVKT nahm 1981 ­bereits ein Team an der Meisterschaft des Regionalverbands Nordostschweiz (RVNO) teil. Die Euphorie und der Erfolg waren ansteckend – auch für den Nachwuchs. Und so meldete der SVKT Andwil neben einem Juniorinnen- auch ein Juniorenteam beim Verband zur Meisterschaft an. Als aus den Buben schon bald junge Männer wurden, war der Schritt zur Gründung eines eigenen ­Volleyballclubs nicht mehr zu umgehen. Man konnte ja schlecht Männer beim Frauenturnverein melden.

Einer dieser heranwachsenden Männer war der damals 16-jährige Andwiler Werner ­Ledergerber. «Wir waren mit unheimlich viel Begeisterung dabei», erinnert er sich. Auch mittels Unterschriften konnten sie den Lehrer Richard Stolz überzeugen, sich für die Gründung eines eigenen Volleyballclubs einzusetzen und die talentierten jungen Männer als Trainer zu ­begleiten. In der ersten Saison 1987/88 meldete der Volleyballclub Andwil-Arnegg drei Frauen- und zwei Männerteams am Meisterschaftsbetrieb an. Die Mannschaft der Männer, die in der 4. Liga startete, war fast identisch mit jener der A-Junioren. Ebendiese A-Junioren erreichten 1989 und 1990 zweimal in Folge den Final um die Schweizer Meisterschaft. «Ein wahnsinniges Erlebnis für uns, gegen Mannschaften wie Lausanne, Lugano oder Chênois anzutreten», sagt Ledergerber. Später stiegen sie bis in die 2. Liga auf und legten so die Basis für spätere Erfolge wie die Zugehörigkeit zur NLA. An den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft erinnert sich Ledergerber gerne. «Wir waren ehrgeizig, aber auch der soziale Faktor war von grosser Bedeutung. Wir waren eine verschworene Einheit aus Andwilern und Arneggern.» Dies galt für den ganzen Club. Die meisten Spieler und Spielerinnen halfen im Verein mit, sei es als Trainer, Schiedsrichter oder Funktionärin. Auch heute noch engagieren sich viele Mitglieder der ersten Stunde für den Verein, der mittlerweile 240 Aktive (160 Frauen, 80 Männer) zählt.

Die Bälle im Kofferraum

Richard Stolz, Trainer des ersten Männerteams, sieht mit Freude, was aus dem Club geworden ist. In den Anfangsjahren gab es die Doppelturnhalle Ebnet in Andwil noch nicht. «Wir mussten beispielsweise nach Mörschwil, Waldstatt oder Herisau ausweichen. Mit den Bällen im Kofferraum», sagt Stolz. Dass auch heute noch viel Wert auf die Ausbildung gelegt wird, freut ihn. Ihn, der neben diversen Trainerämtern bei den Männern und Frauen auch 25 Jahre lang die Kleinsten trainiert hatte.

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