Diskutieren unter CVPlern

Die erste Ausgabe von «Deine Meinung – die CVP Gossau-Arnegg im Gespräch» widmete sich den Finanzen. Der Anlass ersetzt den CVP-Stamm.

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GOSSAU. Die CVP Gossau-Arnegg nimmt einen neuen Anlauf. Anstelle des CVP-Stamms, der jeweils im «Toggi» stattgefunden hat, aber zusehends auf wenig Interesse stiess, führte sie am Mittwoch zum erstenmal «Deine Meinung» im Restaurant Zunftstube durch. Der Anlass soll nun viermal pro Jahr stattfinden, damit sich Mandatsträger und Bürger austauschen können.

Elf Teilnehmer als Erfolg

Der erste Anlass widmete sich Gossaus Stadtfinanzen. Als Auskunftspersonen sassen Stadtrat Bruno Damann, Schulrätin Helen Alder und Heinz Loretini, Leiter Finanzen bei der Stadt, den elf Teilnehmern gegenüber. Zu letzteren zählte sich auch Ivo Iglowstein, der den Anlass moderierte. «Unser Ziel waren für die erste Ausgabe zehn Besucher», sagt er in seiner Einleitung. Die Vielfalt an diversen Apéro-Häppchen war allerdings grösser als die politische: Die Teilnehmer waren überwiegend Mitglieder der CVP.

Augenmerk auf Kommunikation

Ein Hauptthema des Abends war natürlich der von der Stadt Gossau am Montag publizierte Rechnungsabschluss, zusammen mit den Investitionen, die auf Gossau zukommen. «Die vielen Plakate für Konsumkredite haben wohl das Stimmverhalten unserer Mitbürger mindestens so geprägt wie die Plakate mit grünen Boxhandschuhen», leitete Iglowstein in die Diskussion über. Und Loretini zeigte die finanzielle Ausgangslage auf: Man habe zwar ein praktisch ausgeglichenes Ergebnis in der laufenden Rechnung, was jedoch nicht ausreiche, um 2014 die Kostenverlagerungen des Kantons und die vom Bürger genehmigten Projekte in der Investitionsrechnung zu finanzieren. An dieser Stelle kritisierte Stadtparlamentarier Norbert Hug die Informationspolitik der Stadt: In einer Medienmitteilung zur Rechnung müsse klarer darauf hingewiesen werden, welche Investitionen verschoben wurden oder noch anstehen, «so dass es jeder Bürger begreift».

Globalbudget als Lösung

Eine Teilnehmerin wollte wissen, ob das Geld für lange verschobene Investitionen, das alljährlich budgetiert werde, auch für andere Zwecke verwendet werden könnte. Als Beispiel nannte sie den Arneggerbach. Dazu wäre laut Damann ein Globalbudget nötig. Er verwies aber darauf, dass dafür gegenwärtig wohl nicht genug Vertrauen in die Verwaltung vorhanden sei. Aus Sicht von Loretini wäre dies allerdings die beste Lösung.

Die Diskussion endete nach eindreiviertel Stunden. Die Teilnehmer hatten viel Lob für das neue Format übrig. Die Veranstaltung gewinne dadurch an Attraktivität, dass sie seltener stattfinde als der CVP-Stamm. (jw)