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Diskussion über die Teilüberbauung der Sömmerliwiese: Quartiersolidarität und Naturschutz als Argumente

«Die Sömmerliwiese kommt vors Volk», Ausgabe vom 14. September
Kathrin Huser Schönaustrasse 35, 9000 St. Gallen

«Die Sömmerliwiese kommt vors Volk», Ausgabe vom 14. September

Das St. Galler Stadtparlament hat kürzlich die Initiative für den vollständigen Erhalt der Sömmerliwiese und gegen den darauf geplanten überdimensionierten Neubau für die ausserschulische Betreuung abgelehnt. Das war nicht anders zu erwarten. Man erinnere sich: Bei der Präsentation des Siegerprojektes für den Neubau auf der Sömmerliwiese liess sich doch der Jurypräsident, ein gestandener Architekt, zur Aussage hinreissen, die Spielwiese wirke heute im Quartier «verloren» und durch eine teilweise Überbauung werde sie nur «aufgewertet». Das macht sichtbar, was man in den Quartieren schon lange weiss: Für Behörden und Fachleute sind innerstädtische Grünflächen Bauplätze. Will ein Quartier zum Wohl der Kinder wie der allgemeinen Lebensqualität nicht darauf verzichten, muss es sich selber wehren. Und es dürfte dabei bei Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern auf mehr Verständnis stossen als bei jenen, für die nur Beton und Geld zählen. Hoffen wir also für den Abstimmungssonntag vom 12. Februar 2017 auf jene schweigende Mehrheit, über deren Grünflächen und Familiengärten auch ständig das Damoklesschwert einer Überbauung hängt.

«Sömmerliwiese schützen»

Ausgabe vom 11. Oktober

Das Singenberg-Quartier ist recht weit weg von der Sömmerliwiese. Manch einer, der so weit entfernt von der Wiese wohnt, denkt da wohl, ob diese nun grün oder grau aussieht, verkleinert oder nicht, kann mir ja egal sein. Ist es aber nicht.

Wie Leserbriefschreiber Fred Kurer erklärt, sollen Kinder verschiedenster Herkunft mit verschiedensten Sprachen aus mehreren Quartieren in einem Neubau auf der Sömmerliwiese zusammengezogen werden, damit ihnen eine bessere Tagesstruktur geboten werden kann. Das wird mit Sicherheit eine unglaublich anspruchsvolle Aufgabe für die zahlreich benötigten Betreuerinnen und Betreuer dieser Kinder.

Gewisse Organisationen, Gruppierungen und Vereinigungen in der Schweiz entwickeln eine unglaubliche Anspruchshaltung mit immer neuen Forderungen. Gut genügt nicht. Von allem braucht es mehr, braucht es Besseres, Moderneres, Neueres und Grösseres. Dies vielfach auf Kosten anderer, sei es ein Stück Landschaft, Wald oder Wiese oder auch ein älterer Bau – und diese Dinge verschwinden damit.

Auf die Sömmerliwiese bezogen: Man muss ja nicht die Kinder so vieler Quartiere «globalisiert» zusammenbringen und das Allerbeste bieten nach dem Sprichwort: «Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.» Laut Leserbrief existiert bereits ein Hort, Schulplätze zum Spielen gibt es ebenfalls, einfache Mittagessen könnte man auch bei einer Grossküche bestellen. Wenn man diesen Weg einschlägt, ist die Wiese weiterhin fürs Quartier da, statt teilweise verbaut zu werden. Also, ohne mit der grossen Kelle anzurichten geht es doch sicher auch – statt wieder etwas Natur zu verbetonieren.

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