Diskriminierende Aussagen

«Jetzt reden die Muslimas», 25.9.2010 Die Bearbeitung von gesellschaftlichen Themen unter dem Leichentuch des interreligiösen Dialogs ist klassisch für die Verharmlosung von Aussagen, wie sie im Koran zum Thema Frau angetroffen werden können.

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«Jetzt reden die Muslimas», 25.9.2010

Die Bearbeitung von gesellschaftlichen Themen unter dem Leichentuch des interreligiösen Dialogs ist klassisch für die Verharmlosung von Aussagen, wie sie im Koran zum Thema Frau angetroffen werden können. Aus der Zusammenfassung des Diskussionsabend im Waaghaus sind meiner Ansicht nach zwei Ergebnisse ersichtlich.

Ergebnis 1: Es brauchen sich also nur die jungen Frauen in der Öffentlichkeit zu verhüllen, die alten und die nicht mehr zu verheiratenden nicht (zum Beispiel aufgrund Sure 24, 60). Als Frau stufe ich diese Aussage als diskriminierend und beleidigend ein. Man müsste sie von einem Gericht beurteilen lassen. Der Koran, die Einstellungen der Imame und Moslems sind wie die Worte und Taten aller Menschen nach den Menschenrechten, dem Diskriminierungsverbot und der Persönlichkeitsverletzung zu beurteilen und nach nichts anderem.

Ergebnis 2: Die Motive der Muslimas, die sich in der Öffentlichkeit möglichst stark verhüllen möchten, sind offensichtlich nicht zu unterscheiden von den Motiven der Frauen, die sich in der Öffentlichkeit möglichst stark entblössen wollen. Ihr Erleben und Verhalten scheint nicht auf das Mensch-, sondern auf das Frausein (verstanden als Objekt des Mannes) ausgerichtet zu sein. Ein Mensch braucht sich nicht vor einem anderen Menschen zu verhüllen. Aus religiösen Motiven können sich Menschen nur vor Gott verhüllen.

Natürlich kann sich eine Frau aber aufgrund ihrer individuellen und persönlichen Motive ver- oder enthüllen.

Erika Forster Steingrüeblistr. 38, 9000 St. Gallen