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Kommentar
Reto Voneschen

Die Grünliberalen treten zur Ersatzwahl in den Stadtrat an. Dafür präsentieren sie der Parteibasis drei Personen, die die Nachfolge von Nino Cozzio antreten könnten. Wer ausgewählt wurde, wird am 18. Juli bekannt gegeben – «an einem Ort des Dialogs, der ausdrücklich auch dem kreativen Denken gewidmet ist». Kandidatenflut und Sprache lösen ein flaues Gefühl aus. Das tönt nach Jekami: Sonst noch jemand da, der Zeit hat, schnell für die Stadtregierung zu kandidieren?

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Es ist Sache der Parteien, mit wem sie in einen Wahlkampf steigen. Es sollen alle, die die rechtlichen Kriterien erfüllen, kandidieren dürfen. Das gilt auch für Einzelmasken. Aber es ist Recht und Pflicht der Medien, Kandidaturen einzuordnen. Dazu gehört allenfalls die Beurteilung, wie seriös ein Auswahlverfahren ist.

Die Grünliberalen haben bei den Stadtratswahlen 2016 nicht brilliert. Sie zauberten mit Veit Rausch überraschend einen Konkurrenten für den Stadtpräsidenten aus dem Hut. Der attackierte vollmundig den bisherigen Stadtrat – und warf plötzlich im Wahlkampf das Handtuch. Dass das Auswahlverfahren da nicht das Gelbe vom Ei war, liegt auf der Hand.

Dieses Debakel darf sich nicht wiederholen. Dies, weil ein erneuter Kandidatenflop nicht allein Sache der Grünliberalen wäre. Parteien, denen bei Wahlen jedes Mittel recht ist, sich zu profilieren, beschädigen nicht nur das eigene Image. Sie schaden auch der Glaubwürdigkeit des Wahlprozederes und des Gremiums, um das es geht.

Reto Voneschen

reto.voneschen@tagblatt.ch

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