Dieselfahrzeuge immer noch gefragt

Die Schweiz hat einen Zulassungsstop für die manipulierten Modelle von VW, Audi, Seat und Skoda beschlossen. Betroffen ist auch die City-Garage AG in Goldach. Filialleiter Stefan Lendenmann sieht aber keine Schwierigkeiten auf die Garage zukommen.

Patrick Baumann
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Trotz des VW-Skandals kaufen Kunden bei der City-Garage in Goldach nach wie vor Occasionen von betroffenen Modellen. (Bild: PaB)

Trotz des VW-Skandals kaufen Kunden bei der City-Garage in Goldach nach wie vor Occasionen von betroffenen Modellen. (Bild: PaB)

GOLDACH. «Ja, wir haben tatsächlich eine Handvoll Autos in unserer Garage, die wir aufgrund des vom Bundesamt für Strassen (Astra) verhängten Zulassungsstops nicht verkaufen können», räumt Stefan Lendenmann ein. Es gäbe aber andererseits auch Kunden die momentan Occasionen von betroffenen Modellen kaufen, da sie Vertrauen darin hätten, dass das Problem seitens VW rasch gelöst wird. «Für den Kunden entstehen ja keine Kosten, da es sich um eine Rückrufaktion handelt», so der Filialleiter der City-Garage in Goldach weiter.

Professionelle Kommunikation

In seiner Garage gab es auch Kunden, die betroffene Autos vor Bekanntwerden des Abgas-Skandals gekauft haben. Diese Kunden hätten sich teilweise bei der Garage über die aktuelle Lage erkundigt und nach den weiteren Abläufen gefragt. «Wir haben die Kunden jeweils nach unserem aktuellen Wissensstand informiert, waren im ersten Moment aber genauso überrascht wie diese.»

Auswirkungen nicht gravierend

Allgemein sei eine sehr professionelle und offene Kommunikation seitens aller Parteien zu spüren. Auf der Internetseite des Schweizer VW-Importeurs Amag könne der Kunde zudem selbst nachprüfen, ob das von ihm gekaufte Auto mit einem der nicht mehr zugelassenen Motoren ausgestattet wurde. Stefan Lendenmann sieht aufgrund der professionellen Lösungsansätze dann auch keine gravierenden Folgen für seine Garage. Solange weiterhin von allen Seiten professionell gearbeitet werde, sei das Problem sehr gut lösbar. Bedenken habe er überhaupt keine.

Lendenmann hat weiter festgestellt, dass die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Dieselmotoren kurzfristig etwas zurückgegangen ist. Diese habe sich aber schon nach kurzer Zeit wieder erholt. Für eine exakte Analyse sei aber der Zeitraum seit dem Bekanntwerden der Manipulationen bei VW zu kurz. Auswirkungen auf die allgemeine Nachfrage nach Autos kann Lendenmann indes nicht feststellen. Das Neuwagengeschäft verlaufe ruhig und auch bei den Occasionen liege man im budgetierten Rahmen.

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