Die Wartelisten schrumpfen

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Statistik In der Stadt St. Gallen gibt es derzeit 25 Kinderkrippen. Kinder im Vorschulalter werden dort, je nach Öffnungszeiten, bis zu zwölf Stunden pro Tag betreut. Alle Krippen zusammen bieten 727 Plätze an. Rund 1600 Kinder im Alter bis sechs Jahre nutzen dieses Angebot, wie es in einem aktuellen Postulatsbericht des Stadtrats heisst.

700 Kinder in der Stadt fahren günstig

Von den 25 Krippen unterstützt die Stadt 16 Institutionen finanziell. Bei den übrigen handelt es sich mehrheitlich um Krippen, die ein Unternehmen wie die Raiffeisenbank oder eine Institution wie die Sozialversicherungsanstalt SVA oder der Kantonsspital betreibt und finanziert. Zwei Krippen in der Stadt werden von Privatpersonen als Einzelfirma oder GmbH geführt.

In den vergangenen Jahren hat die Stadt ihre Subventionen an die Krippen stetig erhöht. 2004 führte sie das aktuelle Subventionierungsmodell ein. Seither finanziert sie eine begrenzte Anzahl Krippenplätze, damit die Eltern nicht die Vollkosten von rund 100 Franken pro Kind und Tag bezahlen müssen. Zunächst subventionierte die Stadt 205 Plätze. In den Folgejahren vergrösserte sie das Kontingent in Etappen auf aktuell 330 Plätze. Neu sollen diese Kontingente ganz wegfallen (siehe Haupttext).

Derzeit profitieren etwa 700 Kinder in der Stadt von vergünstigten Krippentarifen. Dass die subventionierten Plätze begehrt sind, zeigt ein Blick auf die Wartelisten der vergangenen Jahre (siehe Grafik). Anfang 2009 waren 97 subventionierte Krippenplätze mehr erwünscht als verfügbar. Weil die Stadt in der Folge immer mehr solche Plätze finanzierte, wurden die Wartelisten bis Ende 2010 wieder kürzer.

Im Moment fehlen 36 Plätze

2011 aber stieg die Nachfrage sprunghaft auf 81 Plätze an, wie die Grafik zeigt. Bis 2014 schwankte der Wert zwischen 81 und 95. Anfang 2015 wurden die Wartelisten wieder kürzer. Anfang 2016 fehlten nur noch 37 subventionierte Plätze, und im Januar 2017 waren es noch 36 Plätze. (rbe)