Die SVP malt ein düsteres Bild zu Gossauer Finanzen

GOSSAU. «Quo vadis, Gossau – Wohin gehst du, Gossau?» Das fragt sich die SVP Gossau-Arnegg in einer Medienmitteilung. An der Budgetsitzung 2013 wurde grossmehrheitlich ein umfassendes Entlastungsprogramm beschlossen, um Gossaus Finanzen ins Lot zu bringen.

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GOSSAU. «Quo vadis, Gossau – Wohin gehst du, Gossau?» Das fragt sich die SVP Gossau-Arnegg in einer Medienmitteilung. An der Budgetsitzung 2013 wurde grossmehrheitlich ein umfassendes Entlastungsprogramm beschlossen, um Gossaus Finanzen ins Lot zu bringen. Nebst einer Steuerfusserhöhung um zehn Prozentpunkte wurden verschiedene Einsparungen verabschiedet. Zusammen mit der Firma Malik war vorgängig nach Sparpotenzial gesucht worden.

Bevölkerung spürt das Sparen

«Der selbst für die meisten Parlamentarier geheime Malik-Bericht bescheinigte Sparpotenzial in Millionenhöhe bei der Stadtverwaltung, ohne die Funktionsfähigkeit und Lebensqualität der Stadt Gossau zu beeinträchtigen», schreibt die SVP und fügt an: «Interessanterweise hat die Stadtverwaltung den Spiess rasch umgedreht und diverse Sparmassnahmen eingeführt, die vor allem die Bevölkerung spürte.» Als Beispiele nennt die Partei den stark reduzierten Winterdienst, Einsparungen bei Vereinen wie dem Krankenpflegeverein oder der Verzicht auf das 1.-August-Feuerwerk. «Ein besonderes Highlight war der Verzicht auf die amtliche Bekanntgabe von Bestattungen, welcher ein paar Fränkli Inseratekosten einsparte.»

«Massive Steuererhöhungen»

Betrachte man nun das Budget für 2016, müsse man feststellen, dass die Ausgaben in der Verwaltung wieder massiv anstiegen. Der Personalbestand werde weiter ausgebaut und zusammen mit den Lohnerhöhungen steige der Personalaufwand um fast 800 000 Franken gegenüber der Rechnung 2014. Der Kernaufwand steige um 1,7 Millionen Franken im Vergleich zu 2014, der Informatikbereich werde zum Fass ohne Boden und die Finanzentwicklung 2016–2020 male ebenfalls ein düsteres Bild. Logische Konsequenz sind gemäss Prognosen der SVP weitere massive Steuererhöhungen: «Gossau droht eine Steuerhölle zu werden.» (pd/cor)