Die SVP liebt Schulnoten

Die St. Galler SVP versucht kurz vor der Einführung des Lehrplans 21, die Schulnoten gesetzlich verankern zu lassen. Damit sicher niemand auf die Idee kommt, sie abzuschaffen. Andere Parteien finden den Schritt übertrieben.

Odilia Hiller
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Die Noten 1 bis 6 gehören in der Schweiz zur Schule wie der Rotstift zur Klausur. (Bild: Urs Bucher)

Die Noten 1 bis 6 gehören in der Schweiz zur Schule wie der Rotstift zur Klausur. (Bild: Urs Bucher)

ST. GALLEN. Eine Umfrage bei Fraktionen, Bildungspolitikern und Lehrerverband zeigt: Die Begeisterung für eine Verankerung der Notenskala 1 bis 6 im Gesetz des Kantons St. Gallen hält sich in engen Grenzen. Hauptkritikpunkte an der entsprechenden SVP-Motion: Warum ein Gesetz schaffen für etwas, das nicht umstritten ist, dessen Handhabung sich bewährt hat, und zu dem eigentlich Pädagogen und Bildungsfachleute das letzte Wort haben sollten – und nicht unbedingt der Kantonsrat. Abschaffen möchte zurzeit niemand der Befragten die Schulnoten. Die jetzige Regelung mit den bindenden Weisungen des Erziehungsrates habe sich jedoch bewährt.

Dennoch befürchtet die SVP, in Zukunft könnten «gewisse Kreise» auf die Idee kommen, Schulzeugnisse abzuschaffen. Die Partei hält Noten jedoch für das beste Instrument zur Beurteilung schulischer Leistungen.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 29. November.