Die SVP beisst in den Wahl-Apfel

Die SVP beisst in den Wahl-Apfel Ausgabe vom 17. August 2015

Drucken
Teilen

Der Journalist und die Journalistin vom Tagblatt haben mit der Berichterstattung vom äusserst gelungenen, glanzvollen Wahlauftakt der SVP im vollbesetzten Festzelt in Steinach eine journalistische Meisterleistung vollbracht. Die Leserschaft weiss jetzt, dass an der Strasse blinkende Warnlampen von Feuerwehrmannen bewacht aufgestellt waren. Sie weiss auch, dass der Referent Roger Köppel an bester Lage direkt vor dem Festzelt parkieren durfte. Die Leserschaft weiss aber nichts vom sehr gut organisierten Anlass, von Nationalrats-Kandidaten, die für den Mittelstand in Bern einstehen werden. Die Leserschaft weiss auch nichts vom ausgezeichneten Referat von Roger Köppel (ein Journalist von anderem Kaliber) zum Kernthema Eigenständigkeit. Dass die Schweiz, die heute als eines der besten Länder der Welt gilt, ihre Unabhängigkeit bewahren muss und sich nicht den Diktaten von Brüssel unterwerfen darf. Schon unsere Vorfahren hätten schon immer, eigentlich seit der Gründung der Eidgenossenschaft, für die Eigenständigkeit gekämpft.

Der Biss in den knackigen Apfel müsste eigentlich jenen im Hals steckenbleiben, die dies nicht wahrhaben wollen! Ich wage gar zu behaupten, hätte das Tagblatt Konkurrenz, hätte die Leserschaft eine bessere, objektivere Berichterstattung erhalten.

Josef Blum, Thannstrasse 26, 9403 Goldach

Die Frage nach der Freiheit

In den (sauren) SVP-Apfel beissen und «frei» bleiben? Welche Art von Freiheit ist hier wohl gemeint? Etwa die Lösung der Französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, oder wohl eher die eigene enge Vorstellung von «Freiheit», die wohl nicht, nach Voltaire, bis zuletzt für die Meinung und Freiheit des Andersdenkenden eintritt. Freuen wir uns auf den kategorischen Imperativ und gönnen dem Apfel seine Freiheit pur – ohne SVP-Logo.

Raffaele Ferdinando Schacher, Blumeneggstrasse 52,

9403 Goldach

Aktuelle Nachrichten