Die Strompreise steigen nächstes Jahr leicht an

GOLDACH. Jeweils per 31. August rechnen die Elektrizitäts-Versorgungsunternehmen die Tarife für das nächste Jahr. Wie die Medien berichteten, steigen die Preise per 1. Januar 2014. Der Strom wird teurer.

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GOLDACH. Jeweils per 31. August rechnen die Elektrizitäts-Versorgungsunternehmen die Tarife für das nächste Jahr. Wie die Medien berichteten, steigen die Preise per 1. Januar 2014. Der Strom wird teurer. Der Gemeinderat Goldach schreibt nun, dass bei der Analyse der Tarife zwischen Energie- und Netznutzungspreis unterschieden werden müsse. Die Technischen Betriebe Goldach (TBG) beziehen den Strom auch 2014 bei der St. Gallisch-Appenzellische-Kraftwerke AG (SAK).

Bund verlangt höhere Abgaben

Diese kann die Energie im 2014 dank einer guten Beschaffungsstrategie günstiger anbieten. Wie der Gemeinderat weiter schreibt, würden die Preise aber für die Netznutzung um rund 13% steigen. Ausschlaggebend dafür seien die Kosten der Vorlieferanten sowie der eigenen Verteilnetze. Der Preisnachlass auf der Energie werde mit dem steigenden Netznutzungspreis wieder ausgeglichen.

Für die Verteilnetzbetreiber nicht beeinflussbar sind die Abgaben. Die Systemdienstleistungen (SDL) steigen von 0.31 auf 0.64 Rp./kWh und die KEV (kostendeckende Einspeisevergütung) von 0.45 auf 0.6 Rp./kWh. Unverändert bleibt die Konzessionsabgabe an die Gemeinde, und zwar bei 0.5 Rp./kWh.

Stromqualität im Grundangebot

Im Grundangebot des Lieferanten wird die Stromqualität als Graustrom ohne Kennzeichnung ausgewiesen. Die TGB kaufen zusätzlich Zertifikate ein, um der Energie einen Mehrwert mitzugeben. Der Gemeinderat hat bestimmt, im Grundangebot die Qualität auf erneuerbarer Energie zu belassen. Im Angebot «naturstrom basic» ist 95% Strom aus Schweizer Wasserkraftwerken und 5% ökologischer Strom aus Sonnen-, Biomasse- und Windanlagen enthalten. Das Angebot «mixstrom» besteht aus 60% Strom aus Wasser- und 40% aus Kernkraftwerken. Aber auch diese Zertifikate müssen die TBG zusätzlich beschaffen. Kunden mit dem Produkt «star» erhalten zu 100% «naturemade star»-zertifizierten Strom. Ein Produktwechsel ist bis Ende November möglich. Im Herbst erhalten alle Strombezüger das neue Preisblatt.

Im laufenden Jahr beziehen 72% der Haushalte Strom ohne Kernenergie-Anteil. (Gk./ast)