Die Strasse ist keine Rennstrecke

Diese Woche findet am Berufs- und Weiterbildungszentrum Rorschach-Rheintal eine Veranstaltung zur Verkehrsunfallprävention statt. Gemeinsam mit der Stiftung RoadCross will man junge Erwachsene auf die Gefahren im Strassenverkehr aufmerksam machen.

Patrick Baumann
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Raphael Adam erklärt Schülern den Sinn der Angurtpflicht. (Bild: Patrick Baumann)

Raphael Adam erklärt Schülern den Sinn der Angurtpflicht. (Bild: Patrick Baumann)

RORSCHACH. Raphael Adam von der Stiftung RoadCross beginnt seinen Vortrag am Berufs- und Weiterbildungszentrum Rorschach-Rheintal (BZR) mit einem interaktiven Video. Der Moderator lässt die Schüler darüber abstimmen, ob beispielsweise ein drängelndes Auto abgehängt werden soll oder nicht. Die Folgen der eigenen Entscheidungen werden direkt im Video sichtbar. Anschliessend werden Unfallrisiken sowie Ursachen und Folgen analysiert. Adam zeigt nicht nur körperliche und seelische Auswirkungen von Unfällen auf, sondern auch die rechtlichen Konsequenzen von Fehlverhalten im Strassenverkehr.

Absicht, Verhalten zu ändern

Anhand von Bildern von Unfällen aus der Region und anschaulichen Statistiken will Adam den Schülern ein realistisches Bild der Gefahren im Strassenverkehr vermitteln. Bei den Schülern des BZR in Rorschach scheint dies zu funktionieren: «Mir sind einige Risiken im täglichen Strassenverkehr bewusst geworden. Ich werde mein Verhalten ändern und mich nun immer anschnallen», sagt beispielsweise Christian Hinterberger. Alyssa Vettiger fährt selber oft Motorrad und hat sich nun vorgenommen, weniger schnell zu fahren. Catarina Strehler will sich in Zukunft besser überlegen, bei wem sie mitfahren will. «Zudem werde ich mich beschweren, sobald mir die Fahrweise zu gefährlich wird und eventuell auch mal den Fahrer auf ein Fehlverhalten aufmerksam machen», sagt Catarina. Die Veranstaltung schliesst mit den Worten: «Die Strasse ist keine Rennstrecke!» Diese Aussage stammt von einem jungen Mann in einem kurzen Film. Er hat durch überhöhte Geschwindigkeit einen Unfall verursacht und kann seither seine Beine nicht mehr richtig bewegen.

Im kritischen Alter erreichen

Laut Bernhard Pellet, dem Projektleiter der Präventionswoche, finden die Veranstaltungen alle zwei Jahre statt. Begonnen habe man damit vor sechs Jahren. Man wolle möglichst alle Schüler, die das BZR in Rorschach besuchen, einmal erreichen. «Uns ist es wichtig, die Jugendlichen im kritischen Alter zu sensibilisieren», sagt Pellet. Zusätzlich zur Veranstaltung der Stiftung RoadCross werde das Thema im Unterricht noch nachbearbeitet und vertieft. «Gesundheitsprävention oder Suchtprävention ist selbstverständlich. Unfallprävention im Strassenverkehr sollte es auch sein», sagt Pellet.