«Die Stimme ist frühmorgens noch nicht so da»

Nachgefragt

Drucken
Teilen

Die Kirchenmusikerin Ute Rendar sucht Sängerinnen und Sänger, die am frühen Ostermorgen in der evangelischen Kirche Rorschach einige Lieder zum Besten geben. Proben wird der Projektchor an vier Samstagen.

Frau Rendar, wie kommen Sie dazu, einen Projektchor ins Leben zu rufen?

Die Idee ist vor zwei Jahren entstanden. Bereits 2015 habe ich einen Chor zusammengestellt, der am Frühgottesdienst, morgens um 6 Uhr, gesungen hat.

Mit welchen Schwierigkeiten sind Sie bei einem solchen Chorprojekt konfrontiert?

Das Singen um diese frühe Zeit ist heikel. Die Stimme ist frühmorgens noch nicht so da. Und überhaupt steht nicht jeder an einem Feiertag gerne so früh auf.

Es gibt nur vier Singproben. Wie schaffen Sie es trotzdem zu einem guten Ergebnis?

Ich nehme alle Stimmen jedes Stücks einzeln auf und schicke die Aufnahmen den Sängern mit den Noten zu. So können alle zu Hause üben.

Wie viele Mitglieder brauchen Sie mindestens, damit das Projekt gelingt?

Für die Projektchöre haben sich immer über 20 Personen gemeldet. Für den Chor braucht es mindestens 15 gut geübte Sänger. Mit mindestens 20 Mitgliedern ist der Klang voller, und die Ungeübten werden von den Geübten mitgetragen. Somit kann ich vierstimmige Literatur auswählen.

Was reizt Sie an dem Projekt?

Die Chorgruppe ist jedesmal anders zusammengesetzt, das macht die Arbeit spannend. Ich muss dabei versuchen, nicht nur die Stücke sicher einzuüben, sondern auch den Chor zum Klingen zu bringen.

Welche weiteren Chorprojekte führen Sie durch?

Seit 2014 leite ich zweimal pro Jahr einen Projektchor. Jeweils entweder zu Ostern oder Pfingsten sowie im Advent. (jor)