DIE STANDORTE DER E-LADESTATIONEN IN DER REGION RORSCHACH: Sauber fahren in der Region

Die Ladestationen für Elektroautos in der Region werden ausgebaut. Ab Ende August können Elektroautos auch in Goldach Strom tanken. Dabei geht es nicht nur um Energieeffizienz.

Vivien Huber
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Vivien Huber

vivien.huber@tagblatt.ch

Das Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wird in der Bevölkerung immer mehr gewichtet, auch im Bereich der Mobilität. Aus diesem Grund gibt es seit einiger Zeit in vielen Gemeinden der Region E-Ladestationen für Elektroautos. Nun setzen sich auch die Technischen Betriebe Goldach und der Elektromobilitätsprovider Ostmobil für eine nachhaltige Mobilität in Goldach ein. Ab Ende August sollen die beiden öffentlichen E-Ladestationen beim Rathaus und beim TZM in Betrieb genommen werden. Der Ladeprozess ist unkompliziert: Sobald die Ladestation via Smartphone freigeschaltet wird, kann getankt werden. Anton Sax, Leiter der Technischen Betriebe Goldach, erklärt: «Um ein Auto vollständig laden zu können, braucht es zwei bis drei Stunden. Diese Zeitspanne ist optimal, um während des Tankens einen Termin in der Nähe wahrzunehmen.» Nach dem Aufladen erfolgt die Bezahlung über das Smartphone oder eine Kundenkarte.

«Elektrofahrzeuge sind langfristig rentabler»

Ausserdem würde der Strom der Ladestationen zu 100 Prozent Naturstrom sein und CO2-frei produziert werden. «Dazu werden Wasserkraft, Solar- und Windenergie genutzt», sagt Sax. In der Schweiz gibt es mehrere hundert E-Ladestationen für die rund 10000 Elektrofahrzeuge. In der Region Rorschach sind zurzeit 15 E-Ladestationen installiert, und zahlreiche Gemeinden überlegen sich die Anschaffung von Ladestationen oder sind bereits mit der Umsetzung beschäftigt. Vier Gemeinden haben wegen fehlender Nachfrage keine E-Ladestationen geplant.

Romano Ingold, Mobilitätsverantwortlicher der Stadt St. Gallen, sagt: «Die reinen Elektrofahrzeuge sind zurzeit eine Pioniergruppe. Der Trend liegt momentan bei Plug-in-Hybriden.» Das sind Fahrzeuge, die sowohl mit Benzin, als auch mit Strom fahren können, erklärt Ingold. «Wie stark sich die Anzahl der Elektroautos in den nächsten Jahren verändern wird, ist schwierig zu sagen», ergänzt Anton Sax. Man könne aber davon ausgehen, dass die Zahl steigen wird. Denn: Die Produktionskosten eines Elektroautos seien zwar höher als die eines gewöhnlichen Autos, die Elektromobile erweisen sich aber langfristig gesehen als rentabler, so Sax. Andererseits sei die Reichweite geringer und der Tankvorgang dauere länger, ergänzt Romano Ingold. Der Grund für die Dauer sei, dass Wärme erzeugt wird, wenn der Strom durch die Kupfervorrichtungen fliesst. Damit das Kupfer aber nicht zu heiss wird, darf der Strom nicht zu schnell fliessen. «Es gibt physikalische Grenzen», sagt Ingold.

Die Stadt St. Gallen arbeitet seit acht Jahren daran, energieeffiziente Lösungen für die Mobilität zu finden. Erste Umsetzungen gibt es laut Ingold seit zwei Jahren. Wie sich die Mobilität in Zukunft ändert, wird sich zeigen.