Die städtische Spitex aufräumen: Wozu?

«Stadtrat will Spitex- Struktur aufräumen», Ausgabe vom 2. November

Beat Grögli Dompfarrer Gallusstrasse 34, 9001 St. Gallen
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«Braucht die Stadt vier Spitex-Organisationen?», fragen vier bürgerliche Mitglieder des Stadtparlaments. Die Antwort des Stadtrates liegt nun auf dem Tisch, aber sie ist sehr fragwürdig. Eine Einheitsorganisation soll’s richten! Denn: Was gibt es da zu richten? Die jetzigen Spitex-Organisationen sind nahe bei den Patientinnen und Patienten, den Mitarbeitenden und der Quartierbevölkerung. Sie leisten qualitativ hochstehende Arbeit und sind kostengünstig Die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen hat sich stetig weiterentwickelt und funktioniert. Mit den wachsenden Herausforderungen im administrativen und pflegerischen Bereich konnten sie Schritt halten. Gross-Organisationen hingegen brauchen viel Energie für die langen Wege. Sie sind unpersönlicher und bürokratischer. Sie haben alle Voraussetzungen dafür, den Menschen, für den sie eigentlich da sein sollten, aus dem Blick zu verlieren. Ich hoffe, das Stadtparlament besinnt sich an seiner Sitzung vom 14. November und darüber hinaus auf das, was sich bewährt hat und sich organisch weiterentwickeln kann.

Wir von der Spitex Notker meinen: Eine Einheitsorganisation wird viel Wertvolles zugrunde richten.

Beat Grögli Dompfarrer Gallusstrasse 34, 9001 St. Gallen