Die Stadtwerke brauchen mehr Geld

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Gossau Die Gossauer Stadtwerke brauchen gleich für drei Infrastrukturprojekte mehr Geld. Einmal hätten sich die Voraussetzungen komplett geändert, bei zwei Leitungsbauprojekten habe man falsch budgetiert, gibt die Stadt in einer Mitteilung zu.

Beim ersten Projekt handelt es sich um die Verlegung von ­neuen Elektrizitäts- und Glasfaserleitungen im Gebiet der Bahnhofstrasse. Die dafür budgetierten 800000 Franken reichen nicht aus. Der Stadtrat hat be­reits ­einen Nachtragskredit von 390000 Franken gutheissen.

Noch mehr verrechnet hat man sich bei der Budgetierung für die Erneuerung der Elektrizitäts- und Trinkwasserleitungen im Gebiet Rosenau. Es wurde kürzlich beschlossen, zusätzlich kritische Werkleitungen zu erneuern – damit Synergieeffekte genutzt werden können, wie es in der Mitteilung heisst. Das Ganze kommt dadurch um einiges teurer zu stehen, und die dafür im vergangenen Jahr budgetierten 870000 Franken reichen bei weitem nicht mehr. Der Nachtragskredit beläuft sich auf 960000 Franken. Der Betrag übersteigt die Kreditkompetenz des Stadtrats, weshalb das Parlament den Kredit genehmigen muss.

Das dritte Projekt, bei dem sich die Voraussetzungen geändert haben, ist die Erneuerung der Flawilerstrasse. Erst nach der Erstellung des Budgets legten die technischen Betriebe Flawil Pläne für eine Noteinspeisung mit einer zehnmal höheren Kapazität vor. Die Leitung auf Gossauer Boden muss dafür vergrössert werden; elektrische Hausanschlüsse werden erneuert und Leerrohre für das Glasfasernetz eingezogen. Der Stadtrat beantragt dafür beim Parlament einen Kredit von 982000 Franken. (sk)