Die Stadtregierung im Schneetreiben

Die meisten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dürften es nicht gemerkt haben: Seit Samstag stehen wir wieder mitten in einem Abstimmungskampf. Mit der Einweihung von Infotafeln hat der Stadtrat seine Aufklärungskampagne für die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt gestartet. Am 8.

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Stadtpräsident Thomas Scheitlin (links) sagt am Samstag im Schneetreiben vor den Info-Tafeln auf dem Marktplatz, was Sache ist. (Bild: Reto Voneschen)

Stadtpräsident Thomas Scheitlin (links) sagt am Samstag im Schneetreiben vor den Info-Tafeln auf dem Marktplatz, was Sache ist. (Bild: Reto Voneschen)

Die meisten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dürften es nicht gemerkt haben: Seit Samstag stehen wir wieder mitten in einem Abstimmungskampf. Mit der Einweihung von Infotafeln hat der Stadtrat seine Aufklärungskampagne für die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt gestartet. Am 8. März kann das städtische Stimmvolk dazu Stellung nehmen.

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Die Abstimmung ist der zweite Anlauf für einen neuen Marktplatz. Das erste Projekt hat das Stimmvolk am 15. Mai 2011 bachab geschickt. Jetzt kommt die zweite, abgespeckte Vorlage vors Volk. Und die Stadtregierung ist gewillt, sie öffentlich zu verteidigen. Dies sicher aufgrund der Bedeutung des Projekts für die Entwicklung der Altstadt, vermutlich aber schon auch aufgrund von Kritik nach dem Volksnein im ersten Anlauf, sie habe sich zu sehr zurückgehalten und es vor der Abstimmung an Herzblut fehlen lassen.

Was immer die Gründe fürs Engagement sind, am Samstag standen Stadtpräsident Thomas Scheitlin und Baudirektorin Patrizia Adam auf dem Marktplatz im Schneetreiben. Unterstützt wurde Adam von einer überraschend grossen Delegation aus CVP-Parlamentsmitgliedern. Darunter war mit Thomas Meyer auch der amtierende höchste Stadtsanktgaller. Dass der Stadtpräsident keine Unterstützungstruppe aus der FDP-Fraktion mitbringen konnte, hat einen einfachen Grund: Die Freisinnigen stehen diesmal im Lager derer, die die Pläne für die Neugestaltung ablehnen.

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Etwas weniger stark vertreten als die Politik war am Samstag vor den Infotafeln auf dem Marktplatz das Stimmvolk. Das lag sicher am Wetter. Angesichts der allgemein schwachen Publikumsfrequenz im Stadtzentrum könnte ein Grund aber auch gewesen sein, dass etliche, die sonst am frühen Nachmittag hier einkaufenderweise flanieren, dies am ersten Wochenende nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses woanders taten. In Konstanz oder Bregenz. (vre)