Die Stadtbevölkerung braucht Grünflächen

«Sömmerliwiese: Heftiger Abstimmungskampf in Sicht», Ausgabe vom 23. November

Roswitha Klaus
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Als ehemalige Gemeinderätin, die sich stets für grüne Angelegenheiten eingesetzt hat, aber als Person von ausserhalb des Lachen-Quartiers, sehe ich, wie wichtig der Erhalt der Söm­merliwiese als ganze und nicht verkleinerte Grünfläche ist. In St. Gallen gibt es nicht mehr viel Grün. Die Stadtentwicklung mit all ihren Bauten ist in den letzten Jahren rasant fortgeschritten. Natur hat nur noch auf beschränktem Raum, zum Beispiel auf Dächern, ihre Berechtigung. Alle Stadtbewohner, vor allem Kinder, brauchen aber Natur zum Ausgleich und zur Erholung. Gerade im Lachen-Quartier gibt es viele Menschen, die keinen eigenen Garten besitzen. Sie sind auf ihre Wohnung fixiert oder dann müssen sie fahren, um Grünes vorzufinden. Nach getaner Arbeit treffen sie sich heute auf den Bänken auf der Sömmerliwiese, plaudern und tauschen sich aus. Und auch an schönen Sommerabenden ist die Grünfläche ein populärer Treffpunkt mitten im Quartier.

Der Erhalt der Sömmerliwiese ist enorm wichtig, da auch kommende Generationen grüne Flächen noch aus eigener Anschauung und nicht nur aus Büchern oder von Internetbildern kennen sollten. Deshalb appelliere ich an die Stadtbewohnerinnen und Stadbewohner, am 12. Februar 2017 ein Ja zur ganzen Sömmerliwiese in die Abstimmungsurne zu legen.

Roswitha Klaus

Ludwigstrasse 19, 9010 St. Gallen