Die Stadt schützt ihre Einfamilienhausgebiete

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Bauordnung Der Stadtrat setzt per 1. April eine Änderung von Bauordnung und Zonenplan in Kraft, wie die Direktion Bau und Planung gestern mitteilte. Zum besseren Schutz von Einfamilienhausgebieten hatte das Stadtparlament diese Änderung bereits im August 2015 beschlossen. Doch gegen diesen Parlamentsbeschluss gingen Rekurse ein. Die letzten dieser Rekurse wies das kantonale Baudepartement im Oktober vergangenen Jahres ab. Darum kann der Stadtrat die Änderung von Bauordnung und Zonenplan nun in Kraft setzen, wie aus dem Communiqué hervorgeht.

Inkraftsetzung geht eine lange Geschichte voraus

Doch der Anfang dieses Geschäfts, das nun in seine Umsetzung geht, reicht viel weiter zurück: 2008 war im Stadtparlament eine Motion erheblich erklärt worden, die verlangte, dass bestehende, intakte Einfamilienhausgebiete besser vor grösseren Bauvorhaben geschützt werden sollen. Der Vorstoss nahm Bezug auf die Aufhebung der «Bauklasse für Ein- und Zweifamilienhäuser» im Zusammenhang mit der neuen städtischen Bauordnung, die dazu führte, dass in mehreren Einfamilienhausquartieren ein Druck in Richtung höhere Ausnützung und Ersatz durch Mehrfamlienhäuser entstand. In mehreren Fällen mussten Neubauprojekte bewilligt werden, obwohl sich diese nicht in die bestehende Struktur eingliederten, wie der Stadtrat heute schreibt.

Es wird eine neue Wohnzone geschaffen

Die Anpassung von Bauordnung und Zonenplan zum Schutz von Einfamilienhausgebieten umfasst die Schaffung einer neuen Wohnzone mit besonderen Anforderungen. In dieser sind Mehrfamilienhäuser gemäss Communiqué der Stadt grundsätzlich zulässig, allerdings gelten besondere Anforderungen an die Einfügung in die Quartierstruktur und die umliegenden Bauten. Verlangt wird gemäss dem neuen Artikel in der Bauordnung insbesondere eine besonders gute Einfügung hinsichtlich Stellung, Strassen- und Gebäudeabstand, Erschliessung und Freiraumgestaltung. Damit könne verhindert werden, schreibt der Stadtrat, dass neue Mehrfamilienhäuser in Einfamilienhausgebieten als störende Fremdkörper in Erscheinung träten.

Zudem wurden einige Einfamilienhausquartiere, die besonders gute und schützenswerte Strukturen aufweisen, bereits in der Bauordnung bestehenden Schutzkategorien zugeordnet. Hier gelten noch rigorosere Vorschriften. (pd/dwi)