Die Stadt greift ein: Wil erhält das erste Techno-Verbot der Schweiz

Mitte der 90er-Jahre wollte plötzlich jeder ein Raver sein. Auch in Wil, wo Raveparties stattfanden und über Ostern am 24-Stunden-Technomarathon getanzt wurde. Am 1. Mai 1996 griff der Wiler Stadtrat ein und erliess – einmalig in der Schweiz – ein Technoverbot.

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Mitte der 90er-Jahre wollte plötzlich jeder ein Raver sein. Auch in Wil, wo Raveparties stattfanden und über Ostern am 24-Stunden-Technomarathon getanzt wurde. Am 1. Mai 1996 griff der Wiler Stadtrat ein und erliess – einmalig in der Schweiz – ein Technoverbot. Das Tanzverbot an Ostern sei zu respektieren, die Jugend gelte es vor der Droge Ecstasy zu schützen. Doch: «Das Verbot von Technoparties war einzig ein Zeichen der Hilflosigkeit», heisst es im Wiler Jahrbuch 1996. Raver und Partyveranstalter gingen auf die Barrikaden, organisierten eine Technodemonstration durch die Stadt, und schon zwei Monate später hob der Stadtrat das Verbot wieder auf. (rbe)