Die Sonne war im Weinglas

RORSCHACH. Die dritte Auflage des Weinfestes auf dem Rorschacher Lindenplatz fiel am Samstag ziemlich ins Wasser. Deswegen liess man sich die Laune aber nicht verderben.

Gisela Tobler
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Zur Unterhaltung am 3. Weinfest auf dem Rorschacher Lindenplatz spielten Markus Dürst und Hansjörg Rohner (links). (Bild: Gisela Tobler)

Zur Unterhaltung am 3. Weinfest auf dem Rorschacher Lindenplatz spielten Markus Dürst und Hansjörg Rohner (links). (Bild: Gisela Tobler)

Die Winzer aus Thal nahmen den Regen mit Humor: «Die Sonne ist trotzdem da – im Weinglas.» Und auch dem gedämpften Andrang gewannen sie durchaus Positives ab. «Die Weinkenner und Geniesser kommen auch bei schlechtem Wetter.» Und so blieb für einmal Zeit für ausgiebige Fachgespräche zwischen den Winzern und ihren Kunden, was beide Seiten sehr zu schätzen wussten.

Kräftig und gerbstoffreich

Bei Willi und Irene Tobler konnten zehn Sorten degustiert werden, unter anderem der neue Diolinoir, einen erst vor vier Wochen abgefüllten kräftigen, gerbstoffreichen Rotwein, der sich lange lagern lässt. Christoph und Heidi Rutishauser hatten je drei Weiss- und Rotweine mitgebracht. Auf besonderes Interesse stiess dabei der erste Jahrgang des neuen Rotweins Grandezza.

Perfekt zu Fischknusperli

Auch bei Tom und Salome Kobel vom Ochsentorkel gab es für jeden Gaumen den passenden Tropfen. Die Weissen Riesling-Sylvaner, Blanc et Noir und Sauvignon blanc sowie die Roten Sternthaler, Cobolo und Octo. Fünf Sorten ihres Sortiments offerierten Felix und Vroni Lutz, neben dem kräftig roten Gamay x Reichensteiner und drei Blauburgundern auch den Sulzbergwy, ein Riesling-Sylvaner, der in Rorschacherberg auf einer Parzelle der Stadt Rorschach gedeiht und perfekt zu den Fischknusperli passte, die vom Altenrheiner Berufsfischer Gallus Baumgartner vor Ort frisch zubereitet wurden.

Guter Dinge war auch Esther Boppart, die das Weinfest zum drittenmal organisierte: «Heute werden wir zwar keinen Rekordumsatz machen, aber Hauptsache, die Leute sind gut gelaunt. Und ich bin froh, dass es nur regnet und nicht auch noch der Wind geht.» Zu tun hatte die umtriebige Schilte-Sechsi-Wirtin auch so mehr als genug. Fröhlich eilte sie von Tisch zu Tisch, um ihre Gäste mit Getränken und Leckereien aus der Backstube von Catering Maja zu bedienen.