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Die Seele des Verbandes

Der erste Teil der Hauptversammlung des Verbandes für Seniorenfragen St. Gallen-Appenzell war geprägt vom Rücktritt des langjährigen Präsidenten Gerhard Fischer. Danach schilderte Norbert Moll eindrücklich seine Berufserfahrung als Rorschacher Hausarzt.
Otmar Elsener
Gerhard Fischer mit Ehrenpräsidenten-Urkunde und mit Wappenscheibe der Stadt Rorschach, übergeben von Felicitas Würth-Zoller. (Bild: Otmar Elsener)

Gerhard Fischer mit Ehrenpräsidenten-Urkunde und mit Wappenscheibe der Stadt Rorschach, übergeben von Felicitas Würth-Zoller. (Bild: Otmar Elsener)

RORSCHACH. Helle Kinderstimmen überraschten die über hundert Seniorinnen und Senioren des Kantonalverbandes, die zur letzten von Gerhard Fischer geführten Hauptversammlung in den Stadthof kamen. Mit ihren Liedern brachten Schüler des Pestalozzischulhauses, wo Fischer vor 60 Jahren als Primarlehrer begann, jugendliches Leben in die Versammlung. Schulratspräsident Guido Etterlin, einst selber ein Schüler von Fischer, hiess die Teilnehmer im Namen der Stadt willkommen. Er dankte dem Präsidenten für sein langjähriges Engagement zugunsten der Senioren und berichtete über die Altersheim-Ausbaupläne der Stadt, insbesondere über die Abteilung für an Demenz Erkrankte.

Forderung für Seniorenrat

In seinem 15. Jahresbericht erinnerte Fischer an die Gründungszeit vor 45 Jahren und zählte die damals kaum voraussehbaren Probleme auf, die heute angesichts der längeren Lebenserwartung auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zukommen: Langzeitpflege, Pflegeversicherung, Wohnen im Alter, Demenz und Parkinson. Eine Interpellation, es sei ein Kantonaler Seniorenrat zu schaffen, hat der Regierungsrat negativ beurteilt und auf die heutige Fachkommission für Altersfragen verwiesen. Laut Fischer hat das Amt für Altersfragen andere Ziele als ein Seniorenrat: «Wir dürfen diese Problematik nicht allein den Politikerinnen und Politikern überlassen. Wir wollen mitreden zugunsten der künftigen Rentnergeneration.» Der Vorstand wird nicht aufgeben, weiterhin für die Bildung eines Kantonalen Seniorenrats als Fachorgan der Regierung einzustehen.

Bei der Abwicklung der HV-Traktanden würdigte Fischer besonders die Arbeit des Kassiers Erwin Lehmann, der nach zwölf Jahren im Amt zurücktrat. Lehmann gründete die Computerias in Rorschach und Goldach und half mit, den Mittagstisch aufzubauen. Fischer dankte ihm im Namen aller Mitglieder und des Vorstandes mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. Neu in den Vorstand gewählt wurden Hansruedi Duss und Hanspeter Lüchinger, beide Rorschacherberg, und Sepp Dietrich, Vilters. (Der Vorstand hat sich anschliessend selber konstituiert. Das Präsidium übernimmt Fritz Buchschacher, Oberuzwil, und das Kassieramt Hanspeter Lüchinger, Rorschacherberg.)

Verdiente Ehrung

«Die Seele des Verbandes» bezeichnete Vorstandsmitglied Felicitas Würth den abtretenden Präsidenten Gerhard Fischer, als sie ihm die Urkunde mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten und eine Wappenscheibe der Stadt Rorschach überreichte. Würth erinnerte an die Leistungen von Fischer: 20 Jahre im Vorstand über 100 Sitzungen geleitet, seit 2002 Verbandspräsident. Er vertrat den Verband in den schweizerischen Verbänden, redigierte das vierteljährliche Mitteilungsblatt und organisierte Veranstaltungen und Reisen. Unter ihm wuchs der Verband auf nahezu 700 Mitglieder an. Gewürdigt und beschenkt wurde Fischer auch von den Präsidenten der Nachbarverbände Thurgau und Glarus, Kurt Künzler und Caspar Zimmermann, wobei der erstere lobte, dass sein Verband auf Anstoss vom St. Galler Kantonalverband gegründet worden war. Fischer selber sagte, dass ihn die Zeit und die Arbeit für den Verband auf vielfache Weise bereichert habe, durch spürbares Wohlwollen und durch den Kontakt mit vielen Mitmenschen. Seine entsprechende Beliebtheit in der Region zeigte sich abschliessend im anhaltenden Applaus.

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