Die Seeforelle überlebte nur dank künstlicher Nachzucht

In den 1970er-Jahren brach der Bestand der Seeforelle im Bodensee ein. Hauptursache waren die blockierten Aufstiegsgewässer in die Laichgebiete. Die künstliche Wiederansiedlung in den 1980er-Jahren geriet unter Führung des Kantons St. Gallen zur Erfolgsgeschichte für den Artenschutz.

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In den 1970er-Jahren brach der Bestand der Seeforelle im Bodensee ein. Hauptursache waren die blockierten Aufstiegsgewässer in die Laichgebiete. Die künstliche Wiederansiedlung in den 1980er-Jahren geriet unter Führung des Kantons St. Gallen zur Erfolgsgeschichte für den Artenschutz.

Aufstiegshindernisse beseitigt

Inzwischen ist der empfindliche Fisch wieder heimisch.

Die Schonbestimmungen im See wurden verschärft, die Aufstiegshindernisse in den Zuflüssen abgebaut und die Beschaffung von Jungfischen verbessert. Seit mehreren Jahren werden auch die Auswirkungen der Fischerei auf den Seeforellen-Bestand überprüft.

Die Massnahmen zeigen Wirkung: Die Fangerträge im See steigen wieder an und die Seeforelle pflanzt sich wieder – teilweise in beachtlichen Anzahl – in den Bodensee-Zuflüssen fort.

Auch auf andere Fischarten anwenden

Die Erkenntnisse aus dem Seeforellen-Projekt dienen nun als Vorbild für weitere Besatz- und Gewässermassnahmen, ausgerichtet auf fischereiwirtschaftlich weniger bedeutende Fischarten, namentlich die einst weit verbreitete Nase. (cz)

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