«Die Schüler müssen sich wohl fühlen»

Christian Frei will neuer Schulpräsident werden. Er hofft insbesondere auf Stimmen von Jungen und Neuzuzügern.

Johannes Wey
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Christian Frei, CVP-Kandidat Waldkircher Schulpräsidium. Bild: pd

Christian Frei, CVP-Kandidat Waldkircher Schulpräsidium. Bild: pd

Der 34jährige Unternehmer Christian Frei (CVP) will die Nachfolge von Schulpräsident Andreas Bolzern antreten. Er will den Spielraum, den Bund und Kanton bei der Bildung lassen, möglichst gut nutzen. Die meisten Parteien und Interessengruppen unterstützen Ihre Konkurrentin. Beunruhigt Sie das?

Es wäre natürlich schön gewesen, wenn einige mich zur Wahl empfohlen hätten. Am Ende entscheiden aber die Bürger, und zwar jene, die tatsächlich wählen gehen. Ich denke, dass ich bei den Jüngeren punkten kann.

Weshalb?

Ich wohne noch nicht so lange in der Gemeinde wie Susanne Roth und bin weniger bekannt. Ich denke, Junge und Neuzuzüger sind offener dafür, jemand Neues zu wählen.

Sie sprachen kürzlich an einem Podium von Unruhe in der Primarschule, die behoben werden müsse. Was meinten Sie damit?

Organisatorische Veränderungen haben dazu geführt. Das hörte man auch von Eltern. Schullei-

tung und Schulrat haben sich aber in der Zwischenzeit damit befasst, es ist wieder mehr Ruhe eingekehrt. Es ist alles aufgegleist, um mit einem neuen Team neu zu starten. Daran möchte ich gerne weiterarbeiten. Die Schule ist diesbezüglich speziell, mit Eltern, Lehrern, Schülern und Behörden kommen viele Interessen zusammen. Allen wird man es nie recht machen können. Aber man kann die Anliegen ernst nehmen und offen kommunizieren.

Wie wollen Sie als Schulpräsident den Arbeitsaufwand mit Ihrem Unternehmen vereinbaren?

Meine berufliche Selbständigkeit erleichtert dies. Bei meiner Haupttätigkeit, der Arbeitssicherheit, arbeite ich mit einem guten Partner zusammen, mit dem ich mich koordinieren kann. Vom Beruf her sehe ich kein grosses Problem, entscheidend für mich war, dass die Familie hinter meinem Entscheid steht. Ich habe meine Kandidatur mit meiner Frau besprochen und wir kamen zum Schluss, dass die zusätzliche Belastung drinliegt.

Weshalb wollen Sie sich im Schulwesen engagieren?

Mir liegt eine gute Volksschule am Herzen. Ich selber unterrichte in einem Teilpensum an der Gewerblichen Berufsschule. Ich weiss, wie wichtig es ist, dass die Schüler sich in der Schule wohl fühlen und gerne lernen. Das dafür nötige Umfeld will ich zusammen mit dem Schulteam sicherstellen. Von Neuzuzügern hört man viel Gutes über unsere Schule. Ich möchte, dass dies so bleibt.

Wo haben Sie schon heute Berührungspunkte mit dem Schulwesen?

Ich bin Vater zweier Kinder, die aber noch nicht schulpflichtig sind. Natürlich soll bei einem solchen Amt aber nicht das Wohl der eigenen Kinder, sondern aller im Vordergrund stehen. Wie gesagt, unterrichte ich selber, meine Frau war ebenfalls Lehrerin. Die Schule ist uns also nahe. Auch auf der strategischen Ebene zu agieren würde mir entsprechen. Trotz aller Vorgaben von Kanton und Bund haben wir, vom Kindergarten bis zur Oberstufe, einen gewissen Handlungsspielraum. Den möchte ich gut nutzen.

Bild: Interview: Johannes Wey

Bild: Interview: Johannes Wey