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Die Rückkehr der Störche

In der Region nisten Storchenpaare. Der Bestand nimmt in weiten Teilen der Schweiz wieder zu.
Seit einigen Jahren nisten Störche in unserer Region. (Bild: Rudolf Hirtl)

Seit einigen Jahren nisten Störche in unserer Region. (Bild: Rudolf Hirtl)

GOLDACH. Der Natur- und Vogelschutzverein Bird Life Goldach lud kürzlich ins Technische Zentrum Marmorsäge zum Vortrag «Der Weissstorch – ein Stelzvogel im Aufwind». Einige dieser eleganten Vögel bestätigen, dass die Aussage richtig und aktuell ist: Besucher berichten, dass neu ganz in der Nähe – im Horner Wald, auf der anderen Seite der Goldach – Storchenpaare beim Nestbau zu beobachten sind.

Von 0 auf 400

Über diese grossen Zugvögel, den Niedergang ihres Bestandes in der Schweiz und den Wiederaufschwung informierte ein bekannter Biologe die vierzig Besucher: Matthias Kestenholz, Leiter-Stellvertreter der Schweizer Vogelwarte in Sempach.

Lange ging es abwärts mit den Störchen. Vor gut hundert Jahren waren sie aus unserer Region und dem weiten Bodenseeraum verschwunden. Gegen 1950 brüteten in der ganzen Schweiz keine mehr. 2014 wurden hier wieder fast 400 Paare registriert. «Die Gründe für dieses Ab und Auf sind nicht genau bekannt», erklärte der Fachmann. Sicher zur Reduktion beigetragen hätten die Trockenlegung von Sumpfwiesen bei uns – der bevorzugte Lebensraum der Störche – und die Bejagung in Afrika. Zur Wiederansiedlung bei uns beigetragen habe die 1948 im solothurnischen Altreu geschaffene Station mit Störchen aus Nordafrika. Eine Aussenstation dieser Anlage bestand ab 1991 in Mörschwil. Sie dient heute zur Pflege verletzter Greifvögel.

Flaggschiff des Vogelschutzes

Die neu in Horn und seit wenigen Jahren im Naturschutzgebiet Buechsee zwischen Buechen und Buriet nistenden Storchenpaare sind dieses Jahr früh dran. Das muss nicht heissen, dass sie früher aus Afrika zurückkehrten. Immer mehr Störche ziehen nur noch bis nach Südeuropa, wo sie auf Abfalldeponien Futter finden. Einzelne bleiben auch im Winter hier.

Matthias Kestenholz berichtete, dass die Wiederanlage von Feuchtwiesen den Bestand fördert. Der Storch als Sympathieträger sei das «Flaggschiff des Vogelschutzes». Menschen können dem Storch auch helfen, indem sie Plattformen für Nester schaffen oder nach dem Baumschnitt Äste als Nistmaterial in der Natur belassen. Füttern ist hingegen nicht nötig. (fbi.)

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