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Die Olma-Plakate ecken an

Die Olma feiert ihr 75. Jubiläum mit einem Olma-Weg. Vom Bahnhof bis zur Tonhalle säumen 75 Plakate der Publikumsmesse die Innenstadt. Darunter befinden sich einige, die national Aufsehen erregten.
Christoph Renn
Eine Reise durch die Olma-Geschichte: In der Innenstadt hängen sämtliche Plakate der Publikumsmesse. (Bild: Hanspeter Schiess)

Eine Reise durch die Olma-Geschichte: In der Innenstadt hängen sämtliche Plakate der Publikumsmesse. (Bild: Hanspeter Schiess)

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

Traditionell, modern, überraschend: Die Motive der 75 Olma-Plakate sind vielfältig. Viele gefielen, andere wurden einfach hingenommen, und einige eckten gar an. So wie die nackten Bratwürste auf dem Olma-Plakat, die 2003 die nationale Medienlandschaft aufwirbelten. 13 Plakate schafften es zwischen 1941 und 1990 gar auf die Liste der schönsten der Schweiz. Zum 75. Jubiläum lässt die Olma alle Sujets nochmals aufleben. Auf einem Weg, der vom Bahnhof über den Marktplatz bis zur Tonhalle führt, sind alle 75 Plakate chronologisch aufgehängt. «Es ist eine Reise durch die Olma-Geschichte. Die Plakate sind zudem Ausdruck des jeweiligen Zeitgeistes», sagt Nicolo Paganini, Direktor Olma Messen St. Gallen.

Start ist am Bahnhof. Der Plakatweg beginnt mit einem markanten Bild einer goldenen Kuhglocke. Darunter steht noch der alte Name der Messe: Ostschweizer Land- und Milchwirtschaftliche Ausstellung St. Gallen. Das Plakat der allerersten Olma 1943 gestaltete Werner Weiskönig. Ihm folgten bekannte Namen wie Alois Carigiet, Walter Burger, Hans Falk, Pierre Gauchat oder Ruedi Külling. Aber auch der Nachwuchs in Kunstgewerbeschulen und Schulen für Gestaltung überzeugte immer wieder die Jury. So wie beispielsweise Gabriel Grüter 2010. Mit seiner Abbildung eines Strohballens erreichte er den dritten Platz beim Swiss Poster Award.

Mit Kuhrücken international bekannt werden

In der jüngeren Geschichte der Olma-Plakate kamen vermehrt Fotos zum Einsatz. Das erste Foto, das es auf die Litfasssäulen der Schweiz schaffte, war eine Aufnahme des Fotografen Marco Pfister. Er zeigte auf dem Plakat von 1980 ein Kuheuter. Der Aufschrei in der Bevölkerung liess nicht lange auf sich warten. «Für die einen war das Euter nicht schön genug, andere hatten noch nie so eine Darstellung davon gesehen», erinnert sich Bruno Kleger, ehemaliger Informations­beauftragter Olma Messen St. Gallen. Zu reden gab auch ein Foto einer dreckigen Schweineschnauze, die sich vom unteren Plakatteil in den hellblauen Himmel reckte. Das Bild des Fotografen Samuel Forrer von den Kuhrücken, die er an einer Viehschau aufgenommen hatte, erreichte sogar international Berühmtheit: Es gehörte 2006 zu den besten 100 Plakaten der Schweiz, Deutschlands und Österreichs. Auch das neuste Werk wurde mit der Kamera aufgenommen. Es zeigt eine Spielzeugkuh. «Es ist die Holzkuh meiner Tochter», verrät Andreas Tschachtli, Gestalter des Jubiläumsplakates.

Eines der aussergewöhn­lichsten Werbebanner stammt von einem aussergewöhnlichen Künstler. Es ist das Plakat, das posthum zu Ehren von Hans Krüsi 2002 für die Olma warb. Bei einer ersten Einladung hatte er den Abgabetermin verpasst. Die Olma hatte die verpasste Teilnahme so sehr bedauert, dass sie sich Jahre später dazu entschloss, ein Bild aus dem Nachlass des Künstlers doch noch für ein Plakat zu verwenden.

Die Plakate sind in der St. Galler Innenstadt bis zum letzten Messetag am 22. Oktober zu sehen. Neu können Reproduktionen des gewünschten Sujets im Originalformat für 20 Franken online bestellt werden. Die Bestellungen werden ebenfalls bis zum 22. Oktober entgegengenommen.

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