Die Neuen dürfen vorerst nur zuschauen

Die 98. ordentliche Sitzung des Schulparlaments der Regionalen Oberstufe ist ruhig verlaufen – unter den strengen Blicken der neugewählten Vertreter.

Christoph Renn
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Eigentlich ist es eine Sitzung des Schulparlaments der Regionalen Oberstufe wie viele andere. Die ordentlichen Traktanden werden abgearbeitet, der Voranschlag für das Budget 2017 wird einstimmig genehmigt. Doch ist an diesem Montagabend in der Aula des Oberstufenzentrums Grünau etwas anders: Hinter den Tischen der 24 Parlamentarier ist eine weitere Stuhlreihe aufgestellt. Und diese ist für die Neuen reserviert, die am 25. September für die Legislatur 2017 bis 2020 ins Schulparlament gewählt wurden. «Damit sie sehen, wie es hier abläuft», begrüsst sie Roger Eggenberger, Präsident des Schulparlaments, zur 98. Sitzung. So erleben die Neuen, wie Schulratspräsident Georges Gladig einige Posten des Voranschlags 2017 vorstellt.

Eine zusätzliche Realklasse

Der Nettoaufwand des Voranschlages beträgt gut 8, 4 Millionen Franken. Somit ist er um 87 500 Franken höher als im Vorjahr. 50 000 Franken Mehrkosten fallen unter anderem an, weil sich die Schülerzahl im kommenden Jahr erhöht. «Aufgrund der Prognosen von durchschnittlich 322 Schülerinnen und Schülern rechnen wir damit, dass wir eine zusätzliche Realklasse führen werden», sagt Gladig. Dadurch würden zusätzliche Lohnkosten anfallen. Zudem erhalten 2017 einige Lehrpersonen eine Treueprämie. «In diesen Genuss kommen an der Oberstufe Grünau gleich vier Lehrpersonen, was rund 16 900 Franken Mehrkosten verursacht.» Weiter rechnet der Schulrat damit, dass 2017 mehr Flüchtlingskinder in Wittenbach beschult werden, die kein Deutsch sprechen. «Für den zusätzlichen Deutschunterricht werden 20 000 Franken bereitgestellt», sagt Gladig. Ausserdem müsse der schuleigene Server für 36 000 Franken ersetzt werden. Weitere 55 000 Franken fliessen in den Ersatz der defekten Storen der Grünau 2. Vergangenes Jahr bestand gemäss Gladig noch die Absicht, die defekten Storen zu reparieren. Mittlerweile seien jedoch über die Hälfte nicht mehr funktionsfähig. «Auch mit weiteren Reparaturen würde sich keine Besserung zeigen, da nach neuesten Erkenntnissen bei der Sanierung im Jahr 2001 offenbar der falsche Storentyp gewählt wurde.» Neben all den Mehrkosten entfallen dafür 18 200 Franken, da 2017 keine Parlamentswahlen anstehen.

Muolen und Berg haben neu neun Sitze

Die Wahlen vom September sind auch an diesem Montagabend ein Thema. So erläutert Gladig, dass die CVP neu acht, die FDP sieben, die SVP fünf und SP/Parteilose vier Sitze hat. Damit erreicht die SP keine Fraktionsstärke mehr und muss sich einer anderen anschliessen. Berg und Muolen haben in der kommenden Legislatur neun statt den bisherigen fünf Sitzen.