Die Mobilitäts-Initiative beendet Pessimismus und Zwang

Beim motorisierten Individualverkehr (MIV) denkt man an verstopfte Strassen, Abgase und Unfälle. Selten an Freiheit, Unabhängigkeit und Chance. Warum eigentlich?

Stefan Weder Stadtparlamentskandidat Fdp Ullmannstrasse 13b, 9014 St. Gallen
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Beim motorisierten Individualverkehr (MIV) denkt man an verstopfte Strassen, Abgase und Unfälle. Selten an Freiheit, Unabhängigkeit und Chance. Warum eigentlich?

Ein Beispiel: das elektrische Velo. Das Ding hat einen Motor, man fährt es alleine und sieht es als Verkehrsteilnehmer an. Nach dieser Definition wäre es also im MIV einzureihen. Im Zeitalter der Digitalisierung weiss ich aber, dass der MIV nur die motorisierten Vehikel einbezieht, welche mit 100 Prozent Motorleistung betrieben werden. Wenn ich also noch selbst etwas machen muss (Pedalen treten), ist das nicht mehr MIV. Komisch, ist aber so. Abgesehen davon, dass es bei uns häufiger einmal regnet, hat auch nicht jeder Arbeitgeber eine Dusche zur Verfügung (anstelle der Zivilschutzkeller bei jedem Neubau vorzuschreiben?), um den Schweiss loszuwerden, nachdem er mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren ist. Viele sind da eingeschränkt.

Beim öffentlichen Verkehr (öV) ist Schweiss ja kein Thema, da keine eigene Aktivität von Nöten ist. Oder? öV gleich MIV? Nein. Und auch wenn das Individuelle fehlt, setzt sich jeder auf einen Platz, bei welchem er maximale Ungestörtheit gegenüber dem Nächstsitzenden geniesst. Das heisst doch, dass ich mich als Individuum selbst im öV nicht kollektivieren lassen möchte (nur unter Zwang durch Überfüllung des Fahrzeugs).

Zurück zum Auto (ich nenne es beim Namen!). Was für eine Freiheit, was für eine Unabhängigkeit und welche Chance. Wieso Chance? Einfach gesagt: technischer Fortschritt, Umweltschutz und Unfallverhütung. Die technische Revolution der Mobilität läuft bereits, nur will sie bei uns einfach (noch) niemand sehen.

In einer ersten Phase folgen nach den E-Bikes, die E-Autos und E-Lastfahrzeuge. Mit dem autonomen Fahren und der Inter-Kommunikation zwischen Fahrzeugen und anderen Hilfsmitteln (Ampel, Handy, Kästen bei Fussgängerübergängen und so fort) startet dann Phase zwei.

Lassen wir uns diese Chancen nicht entgehen. Die Mobilitäts-Initiative der FDP beendet in diesem Bereich den Pessimismus und den Zwang.