Die Lösung ist einfach und kostengünstig

Das Kreuz mit der Kreuzung Ausgabe vom 11. Juni 2015

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Es ist tatsächlich ein Kreuz mit dieser Kreuzung in Rorschach. Nicht einmal die im Artikel erwähnten Strassen kreuzen sich nämlich dort.

Seit acht Jahren nehme ich morgens den Weg von der Promenadenstrasse zum Fussgängerstreifen über die Wachsbleichestrasse und weiter den Treppenweg durch das verwilderte Bahnhofpärkli zum Bahnhof. Am Abend geht es den gleichen Weg zurück, wenn mir der Lift direkt vor der Nase wegfährt, sonst mit ihm hoch und im Schwarm über Wachsbleiche-, Schönbrunn- und Promenadenstrasse.

Das Erstaunlichste für mich ist immer wieder, dass die Gefährdung durch den Autoverkehr am Fussgängerstreifen am höchsten ist. Vom Stadtzentrum her beschleunigen viele Autofahrer massiv. Möglicherweise deshalb, weil sie nach den Schikanen durch parkierte Autos und verkehrsberuhigende Betonelemente endlich freie Fahrt haben. Die wilde Hecke im Bereich des Fussgängerstreifens behindert die Sicht sowohl der Fussgänger wie der Autofahrer. Ein weiteres Gefahrenpotenzial besteht an der südseitigen Bushaltestelle. Überqueren Fussgänger vor dem wartenden Bus die Strasse, um zum Bahnhof zu gelangen, riskieren sie von Autos «abgeschossen» zu werden, die den Bus noch schnell überholen wollen.

Im Bereich der Kuppe fährt die absolute Mehrzahl der Fahrzeuge langsam und das Miteinander von Fussgängern und Autofahrern empfinde ich als absolut problemlos. Dass ein Unfall, verursacht von einem angetrunkenen Autofahrer (www.kapo.sg.ch/news/kapo/2015/04/rorschach-alkoholisiert-fussgaenger-angefahren.html), herhalten muss, um ein hohes Gefahrenpotenzial zu belegen, erstaunt mich sehr.

Die Lösung des Problems ist aus meinen Augen absolut einfach und kostengünstig. Schliesst man den Bereich zwischen den beiden Fussgängerstreifen in die bereits bestehende 30er-Zone mit ein, löst es sich von selbst. Bauliche Massnahmen sind höchstens am jeweiligen Anfang der Zone nötig.

Markus Kern, Goldacher Strasse 30, 9400 Rorschach