Die Linke und die Atomenergie

Der Basler alt Nationalrat Rudolf Rechsteiner sprach im Berufsschulzentrum über eine Zukunft ohne Atomenergie. SP-Nationalratskandidaten diskutierten darüber.

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Rorschach. Mit Rudolf Rechsteiner zeigte am Montagabend ein ausgewiesener Energieexperte mögliche Wege zur sauberen, sicheren und nachhaltigen Energieversorgung auf.

Alternativenergie wird billiger

Er zeigte sich optimistisch, dass auch die Schweiz die Zukunft ohne Atom- und CO2-Risiken meistern kann. Dafür müsse man viel stärker auf Solar- und Windenergie setzen, wie dies beispielsweise in Deutschland getan wird. Je mehr diese erneuerbaren Energien genützt werden, desto günstiger würden ihre Preise, prophezeite Rechsteiner aufgrund von Erfahrungen im Ausland. Es gelte, die Bauherren privater und öffentlicher Bauten auf allen Ebenen auf Solarenergie hinzuweisen und diese durch Kanton und Bund subventionieren zu lassen.

SP-Kantonsrat und Nationalratskandidat Felix Gemperle aus Goldach erinnerte: «Wir Sozialdemokraten haben schon früh die Gefahren der Atomenergie erkannt, davor gewarnt und auf Kantonsebene in Motionen auf die Notwendigkeit des Wandels hingewiesen.» Jetzt hätten sich Bundes- und Nationalrat zum Ausstieg entschieden, doch schon setze sich im Ständerat die Atomlobby für die Verwässerung des Ausstiegs ein. In der von Claudia Friedl, SP-Kantonalpräsidentin und Nationalratskandidatin, moderierten Diskussion zeigte sich Nationalratskandidatin Monika Simmler, St. Gallen, überzeugt, dass der Ausstieg aus der Atomenergie gelingen wird, wenn hartnäckig genug gegen die anderslautenden Meinungen der Atom- und Erdöl-Lobby gekämpft wird.

Dichter mahnen zur Umkehr

Hans Fässler zeigte singend und gitarrespielend, wie die Ereignisse von Hiroshima, Tschernobyl und Fukushima Liedermacher nachdenken und zur Änderung aufrufen lassen. (pb.)

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