Die Leiche ist ein Spion

GOSSAU. Schräge Figuren, Situationskomik und viel Klamauk, dies die Zutaten für einen unterhaltsamen Abend beim Bauernbund Gossau und Umgebung. Das Theater «Dräck am Stäcke» kam beim Publikum gut an.

Martin Brunner
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«Dräck am Stäcke» lebte von viel Klamauk und Situationskomik. (Bild: Martin Brunner)

«Dräck am Stäcke» lebte von viel Klamauk und Situationskomik. (Bild: Martin Brunner)

Die Geschwister Bieri des Theaterstücks «Dräck am Stäcke» sind eine komplett verrückte Truppe. Dazu gehören der stotternde Erfinder Hugo und die stinkende esoterische Helene. Der computerhackende Willi hat einigen «Dräck am Stäcke», was dem braven Fritz gar nicht gefällt. Alles war vorhanden für einen fröhlichen Abend mit vielen Lachern, den die Landjugend Gossau dem Publikum beim Bauernbund Gossau am Wochenende bescherte.

Mannstolle Nachbarin

Zu den Höhepunkten in diesem Verwirrspiel gehörte zum Beispiel die Steuerberaterin und Nachbarin Marianne. Eine sehr strenge Person, die aber mannstoll wird, sobald sie einen Schluck Alkohol getrunken hat. Ihr «Opfer», Polizist Kurt, musste auf dem Sofa einiges über sich ergehen lassen. Trotzdem fanden die beiden Gefallen aneinander und wurden am Schluss ein Paar. Manchmal etwas ungeschickt, aber liebenswert wirkte Hugo, der mit seinem Stottern und seinen Erfindungen immer wieder für Lacher sorgte. Zum Glück traf er auf die ebenfalls stotternde Gisela, und auch diese beiden wurden ein Paar.

Nur im Theater möglich ist, dass eine Leiche plötzlich im Mittelpunkt des Geschehens steht. Verrückte Szenen entstanden, als Willi mit ihr auftauchte. Er sollte sie nach Polen transportieren. Doch im «Zwischenlager Wohnzimmer» musste diese so einiges über sich ergehen lassen. Die einen Familienmitglieder schleppten sie weg, die anderen zerrten sie zurück. Die esoterische Helen versuchte sie mit Geisterbeschwörung verschwinden zu lassen. Und schliesslich wurde der angeblichen Leiche gar ein Fuss abgesägt.

Fürstenlandsaal wird gemütlich

Die Landjugend Gossau hat es geschafft, dem Publikum im Fürstenlandsaal einen gemütlichen Abend zu ermöglichen. Dazu gehörte auch der gesellschaftliche Teil mit Verpflegung, Tombola und musikalischer Unterhaltung.