Die Lebensqualität fördern

Grüne und Junge Grüne sagen ebenfalls Ja zur Güterbahnhof-Initiative. Der geplante Autobahnanschluss sei unnötig. Er behindere die Stadtentwicklung.

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Die Grünen und die Jungen Grünen der Stadt St. Gallen empfehlen für den 28. Februar die Annahme der Güterbahnhof-Initiative. Dieses Ja zur städtischen Abstimmungsvorlage sei die einzig richtige Antwort, um ein Milliardengrab für eine verfehlte St. Galler Verkehrs- und Siedlungspolitik zu verhindern, heisst es in einer Mitteilung. Die Initiative will dem Stadtrat den Auftrag erteilen, sich aktiv gegen eine unterirdische Entlastungsstrasse von der Stadtautobahn zum Güterbahnhof und weiter in die Liebegg zu wehren.

«Bürgerliche Ewig-Gestrige»

Die Belastung der Stadtautobahn werde zu 85 Prozent vom innerstädtischen Verkehr verursacht. Das heisst für die Grünen: Ausgangs- und Zielorte dieser Fahrten liegen auf Stadtgebiet. Diesen sehr hohen Anteil könnte «die Stadtregierung mit vorausschauender Verkehrspolitik eindämmen», ohne weitere Strassen zu bauen. Der Stadtrat konzentriere sich «leider unter dem Druck bürgerlicher Ewig-Gestriger» aufs Gegenteil, kritisieren die Grünen.

Im Güterbahnhof wollten Bund, Kanton und Stadt einen Autobahnanschluss bauen. Das Areal sei im Richtplan ausdrücklich als wichtigste innerstädtische Baulandreserve beschrieben. Winterthur, Luzern, Basel und Zürich machten es vor: Diese Städte liessen von der Hochschule Rapperswil Mobilitätskonzepte erarbeiten, und es würden innerstädtische Siedlungen errichtet: stadtnah, autoarm, mit guter Durchmischung von Wohnen und Arbeiten, mit lebendigen Grünräumen, bewohnt von verschiedenen Generationen. So müsse die Zukunft städtischen Wohnens aussehen, heisst es in der grünen Mitteilung.

Geld für Luxuslösung?

Mit einem Ja zur Güterbahnhof-Initiative könnten die Stimmberechtigten Ende Februar verhindern, dass solche positiven Ideen auf Jahre hinaus blockiert würden, weil Kanton und Stadt den Güterbahnhof für einen Autobahnanschluss freihalten wollten, der möglicherweise gar nie kommen werde. Dies schlicht deswegen, weil der Bund letztlich ja doch kein Geld «für eine Luxuslösung» locker machen wolle und könne, halten Grüne und Junge Grüne in ihrer Mitteilung fest. (pd/vre)

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