Die Läden sind gerüstet

Die Detailhändler in Abtwil haben vorgesorgt: Während des OpenAir haben PET-Bier und Würste Hochkonjunktur. Viele Festivalbesucher gönnen sich auch ein warmes Bad im Säntispark.

Johannes Wey
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In der Migros Säntispark und anderen Abtwiler Lebensmittelgeschäften stehen genug Grillfleisch und weiterer «Festivalbedarf» bereit. (Bild: Jonny Schai)

In der Migros Säntispark und anderen Abtwiler Lebensmittelgeschäften stehen genug Grillfleisch und weiterer «Festivalbedarf» bereit. (Bild: Jonny Schai)

ABTWIL. Die Vorbereitungen für das OpenAir laufen auf Hochtouren. Und dies nicht nur im Sittertobel. Auch die Detailhändler in Abtwil rüsten sich für den Ansturm der Unentwegten, die trotz Temperaturen im einstelligen Bereich, Regen und ganz viel Schlamm auf dem Gelände campieren und sich dabei nicht nur an den Ständen verpflegen wollen. So werden auch an diesem Wochenende wieder viele durch den Ausgang West nach Abtwil pilgern, um sich mit Würsten, Kohle und PET-Bier einzudecken.

Bäderlandschaft lockt

Die wichtigste Anlaufstelle dafür ist der Säntispark – zumal man dort auch eine Dusche oder angesichts der Wetterprognosen ein wärmendes Bad im Whirlpool geniessen kann. «Im Bäderteil dürfen wir während der OpenAir-Tage viele Festivalbesucher begrüssen», sagt Andreas Bühler, Kommunikationsverantwortlicher der Migros Ostschweiz. Für den Andrang während des OpenAir sei die Mitarbeiterzahl bei den Bädern erhöht worden. Schlammverkrustete Kleider können bereits im Eingangsbereich abgelegt werden.

Auf Dreck ist man auch beim Migrosmarkt im Säntispark eingestellt. Wenn nötig, werden laut Bühler Wasserschläuche bereitgestellt, um Schuhe zu reinigen. Im Innern würden grössere Mengen jener Produkte bereitgestellt, die während des Festivals erfahrungsgemäss Hochkonjunktur hätten: etwa Grill- und Picknickwaren, Chips und Getränke, aber auch Hygieneartikel.

In früheren Jahren wurden auf und um das OpenAir-Gelände immer wieder Einkaufswagen gesichtet, die zum Teil zum Grill umfunktioniert wurden. Laut Bühler werden keine besonderen Massnahmen ergriffen, um Diebstähle zu verhindern. «Unsere Mitarbeitenden sind aber wachsam.»

Auf die Denner-Filiale im Säntispark hat das Festival keine grossen Auswirkungen. «Wir haben PET-Bier im Angebot, sonst ist alles normal», sagt Beni Ritz.

30 Prozent mehr Umsatz

Ein Auge auf die Wägeli haben auch Markus Egli und sein Team vom Spar an der Auwiesenstrasse. «Darauf müssen wir achten. In den zwei Jahren, in denen ich diese Filiale leite, ist noch nichts passiert. Aber während meiner Zeit im Schoren sind einige weggekommen», sagt Egli. Das OpenAir bedeute für ihn am Freitag und am Samstag ein Umsatzplus von rund 30 Prozent. Besonders gut liefen Grillwaren, Sandwiches und Produkte wie Fertigsalate. «Und natürlich PET-Bier und andere Alkoholika sowie brutal viel Mineralwasser.» Dass der Laden während eines schlammigen OpenAir etwas dreckiger werde, nehme er gerne in Kauf.

Nicht mehr aufs Gelände liefern

Auf den Getränkemarkt, den Marcel Koller an der Hauptstrasse betreibt, hat das Festival keine Auswirkungen. Seit die Besucher nur noch drei Liter Getränke mitbringen dürften, sei das kein Thema mehr. Bis vor einigen Jahren habe er jeweils 30 bis 40 Kartons à 24 Flaschen mit kühlem Bier auf Vorbestellung zum Gelände geliefert. «Das war eher eine Dienstleistung für meine Kunden. Trotzdem ist es schade, dass dies nicht mehr möglich ist», sagt Koller.