Die Konturen sind im Park sichtbar

Drucken
Teilen

Museumsdepot Vor genau 30 Jahren wurde die Sanierung des Kunklerbaus im Stadtpark abgeschlossen. Im Zuge dieser Arbeiten wurde auch der Kulturgüterschutzraum zwischen Natur- und Kunstmuseum und dem Historischen und Völkerkundemuseum errichtet. Das Historische und Völkerkundemuseum ging damals bei der Verteilung der Fläche leer aus. Der Zugang zum Depot erfolgt entweder über das Untergeschoss oder über eine Rampe auf der Ostseite des Kunklerbaus.

Das Depot als «kulturelle Grabstätte»

Architekt Marcel Ferrier liess sich beim Bau des unterirdischen Lagers von den alten Griechen inspirieren: Der Bautypus ist mit dem Kenotaph verwandt – ein bauliches Denkmal für fern von der Heimat Begrabene. Damit wollte der Bauherr das Depot als «kulturelle Grabstätte» verstanden wissen – als Fundus, aus dem das Museum schöpft.

Der architektonische Einfluss des Lagerraums zwischen den Museen wird auch an der Oberfläche sichtbar. Oben im Park verlaufen die Kieswege entlang der Konturen des Museumsdepots. In der Mitte steht der offene Backsteinkamin, der gegen oben offen und Bauteil des Depots ist. Der Kamin soll an die Entstehungszeit des Museums erinnern. So entstehe im Park eine «direkte Präsenz des unterirdischen Baus im Park», schrieb Architekt Ferrier in der Fachpublikation «Schweizer Ingenieur und Architekt» ein Jahr nach dem Umbau im Januar 1988. (ghi)