«Die Hörerzahlen steigen kontinuierlich»

Mit dem aktuellen Herbstprogramm verabschieden Sie sich als Leiterin der öffentlichen Vorlesungen an der HSG. Warum?

Merken
Drucken
Teilen
Yvette Sánchez Professorin Universität St. Gallen

Yvette Sánchez Professorin Universität St. Gallen

Mit dem aktuellen Herbstprogramm verabschieden Sie sich als Leiterin der öffentlichen Vorlesungen an der HSG. Warum?

Nach sieben Jahren möchte ich mich neuen Aufgaben an der Universität zuwenden können, bevor die Programmleitung der öffentlichen Vorlesungen zur Routine wird. Sie hat mir zwar viel Freude, aber auch sehr viel Arbeit beschert. Jedes Semester habe ich bis zu 40 Vorlesungen organisiert.

Wie hat sich das Angebot der öffentlichen Vorlesungen in Ihrer Zeit als Leiterin verändert?

Mich freut besonders, dass die Hörerzahlen kontinuierlich gestiegen sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schätzen, dass das Programm mit viel Engagement und Herzblut zusammengestellt wird. Wir haben auch inhaltlich stärker den Dialog zur Bevölkerung und zu Institutionen in St. Gallen und in der Region gesucht. Gleichzeitig ist es uns gelungen, verschiedene Generationen anzusprechen. Auch die Kinder-Uni ist für mich eine Erfolgsgeschichte: Vor Jahren zählten wir rund 200 Kinder pro Vorlesung, heute sind es 400 bis 600.

Wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial für das Angebot?

Wir versuchen, vermehrt ein Publikum im mittleren Alterssegment für das Programm zu gewinnen. Das ist eine der zukünftigen Herausforderungen.

Was war in den sieben Jahren Ihr persönlicher Höhepunkt?

Das Vorlesungsprogramm war für mich eine Art Integrations-Motor. Als Baslerin habe ich mich sehr schnell in St. Gallen eingelebt, weil ich im Rahmen der Vorbereitungen mit vielen Kolleginnen und Kollegen, externen Fachleuten und Mitarbeitenden an der HSG und in der Stadt in Kontakt gekommen bin. Inhaltlich gesehen lag mir die Vorlesungsreihe mit Schweizer Schriftstellern von Urs Widmer über Lukas Bärfuss und aktuell Melinda Nadj Abonji am Herzen. (lem)