«Die Hängebrücke wird unserer ‹Schlafgemeinde› gut tun»

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Durim Berisha, 28
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Am kommenden Sonntag entscheidet sich, ob zwischen Grub AR und Grub SG eine Hängebrücke gebaut wird. (Bild: Nils Vollmar)

Am kommenden Sonntag entscheidet sich, ob zwischen Grub AR und Grub SG eine Hängebrücke gebaut wird. (Bild: Nils Vollmar)

Ich finde es eine coole Idee. So muss man nicht mehr runter ins Tal und kann das Tobel schneller überqueren. Das ist für direkte Anwohner praktisch. Es ist sicher auch ein schöner Spazierweg. Den Betrag finde ich angemessen. Die dauernde Sperrung des Weges ist auch keine Lösung. Das Geld ist gut investiert, weil die Brücke hoffentlich lange hält.

Meiner Meinung nach braucht es eine solche Brücke eigentlich nicht. Es gibt genug Alternativen, um spazieren zu gehen. Für die rund 600 Einwohner im Dorf sind die 180000 Franken sehr viel Geld. Ich denke, rein symbolisch würde die Brücke die beiden Dörfer aber wieder näher zusammenrücken. So käme es vielleicht zu mehr Begegnungen untereinander.

Seit sieben Jahren spaziere ich jeweils dort. Ich finde es eine witzige und sinnvolle Idee. Heutzutage sieht man Hängebrücken ja überall. Sie wirkt sicher als Anziehungspunkt, so dass auch die Restaurants in der Gegend profitieren. Solange die 180000 Franken nicht das ganze Gemeindebudget über den Haufen werfen, finde ich es sinnvoll investiertes Geld.

Ich komme zwar nicht aus Grub, merke aber im Dorfladen, dass es ein grosses Anliegen der Bevölkerung ist. Die Brücke passt gut ins Bild und lockt vielleicht ein paar Ausflügler an. Ich denke, eine symbolische Verbindung mit einer Brücke ist eigentlich nicht nötig. Die zwei Dörfer sind harmonisch miteinander und wirken wie ein einziges grosses Dorf.

Wegverbindung Ob die Hängebrücke zwischen Grub AG und Grub SG gebaut wird, entscheidet sich am kommenden Sonntag. Dann stimmen die Einwohner von Grub AR über den Kostenanteil von 180000 Franken ab. Die andere Hälfte zahlt die Gemeinde Eggersriet, zu der auch Grub SG gehört. Dort unterliegt der Kredit dem fakultativen Referendum. 100000 Franken steuert die Kantonalbank anlässlich ihres 150-Jahr-Jubiläums bei. Die Gemeindepräsidenten bejahen das Projekt, da die häufige Sanierung des Weges wegfalle, Touristen angelockt werden und eine symbolische Verbindung entstehe.

Text: Raphaela Roth

Bilder: Marlen Hämmerli

Darüber weiss ich ehrlich gesagt gar nicht viel. Denn als Eggersrieter denkt man, das geht einen nichts an in Grub. Dabei geht es hier auch um unsere Steuergelder. Man wird lediglich über das Gemeindeblatt informiert. Ein Wanderweg ist schön und gut. Aber es gibt wichtigere Dinge in der Gemeinde. Zudem ist es fraglich, ob die Kosten-Nutzen-Rechnung aufgeht.

Die Hängebrücke ist eine gute Sache. Vor allem, weil der Wanderweg dann wieder offen ist und man mehr Möglichkeiten hat, um wandern zu gehen. Dass durch die Hängebrücke mehr Touristen angelockt werden, glaube ich nicht. Es ist fair, dass beide Gemeinden gleich viel zahlen müssen. Die 100000 Franken von der Kantonalbank finde ich sinnvoll.

Ich bin absolut für die Hängebrücke. Für uns war das immer ein schöner Wanderweg, den es jetzt schon lange nicht mehr gibt. Zudem ist es sicher eine Attraktion, die Auswärtige anlockt. Wie das Eisfeld in Heiden. Den Betrag finde ich gerechtfertigt, weil es eine Aufwertung der Umgebung ist. Die Hängebrücke wird unserer «Schlafgemeinde» gut tun.

Durim Berisha, 28

Spar-Geschäftsleiter Eggersriet

Nicole Milz, 19

FMS-Schülerin, Grub SG

Kathrin Schönenberger, 55

Heilpädagogin, Grub AR

Rebecca Castelli, 18

Praktikantin, Grub AR

Brigitta Fischbacher, 62

Hausfrau, Heiden

Antonio Mannini, 32

Koch, Grub AR

Ruth Fässler, 59, Eggersriet

Pädagogische Mitarbeiterin