Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Die freundliche Kantonsstrasse

ST.GALLEN. Falls die Appenzeller Bahnen einen Tunnel bauen, verschwindet auf einem längeren Abschnitt der Teufener Strasse das Bahntrassee. Wie die Kantonsstrasse danach hergerichtet werden könnte, haben sich Stadt und Kanton bereits ausgedacht.
Odilia Hiller
…und wie sie sich heute präsentiert: Kantonsstrasse und Bahntrassee in einem. (Bild: Ralf Streule)

…und wie sie sich heute präsentiert: Kantonsstrasse und Bahntrassee in einem. (Bild: Ralf Streule)

Bäume, breite Trottoirs, Radwege, Fussgängerinseln: Für die Neugestaltung der Teufener Strasse im Riethüsli liegen detaillierte Pläne vor. Falls die Durchmesserlinie Appenzell–Trogen der Appenzeller Bahnen zustande kommt, braucht es zwischen der Hochwachtstrasse und der Teufener Strasse 163 kein Bahntrassee mehr. Die Bahnlinie würde via noch zu bauenden Tunnel von der Stadt ins Riethüsli geführt. Erst am südlichen Ende der Riethüslistrasse würde das Trassee in die Teufener Strasse münden.

Mehr Fläche für Fussgänger

Das Tiefbauamt der Stadt St. Gallen, welches gemäss Strassengesetz auf Stadtboden für die Kantonsstrassen zuständig ist, sieht vor, die freiwerdende Fläche zur Hauptsache den Fussgängern und Radfahrenden zur Verfügung zu stellen. «Der Wegfall des Trassees bietet dem Kanton und uns die Chance, diesen Abschnitt der Teufener Strasse deutlich aufzuwerten», sagt Notker Schmid, Bereichsleiter Strassenbau beim städtischen Tiefbauamt.

Nach dem Rückbau von Gleis und Zahnradspur, der gemäss Schmid zulasten der Appenzeller Bahnen ginge, ist geplant, auf dem Teilabschnitt zwischen Fellenbergstrasse und Demutstrasse einen kombinierten Rad- und Fussgängerweg zu schaffen. Von der Hochwachtstrasse an aufwärts sind zudem Baumgruppen von zwei bis vier Bäumen vorgesehen. Die Breite des Geh- und Radwegs würde in diesem Abschnitt bis zu fünf Meter und mehr betragen. «Ein deutlich spürbarer Unterschied zu heute», sagt Schmid. Die Teufener Strasse weist für eine Kantonsstrasse die minimal zulässige Breite auf. Daran würde auch nach dem Wegfall des Bahntrassees nicht gerüttelt. Die Fahrbahn soll zudem mit einem Mittelstreifen aus aufgehelltem Belag optisch zusätzlich verkleinert werden, was gemäss Tiefbauamt weiteren Einfluss auf die Fahrweise der Automobilisten hätte.

An mehreren Stellen sind Fussgängerstreifen vorgesehen, die alle mit einer Mittelinsel ausgestattet wären. Die Kreuzung Teufener/Demutstrasse wird neu durchgehend mit Lichtsignalen gesteuert. Im Gegenzug wird die Passerelle abgebrochen, welche heute die beiden Seiten der Teufener Strasse für Fussgänger miteinander verbindet.

Frühestens im Jahr 2017

Von der Demutstrasse an stadtauswärts gibt es gemäss Schmid keinen Platz für einen Mittelstreifen. Dafür entstünde vor den Geschäften von Bäckerei Schwyter bis Restaurant Riethüsli eine breite Flanierfläche. Auch hier ist auf der aufwärts führenden Spur in Richtung Stadt ein bisher nicht existierender Radstreifen geplant. Baumgruppen wie im unteren Teil würden gepflanzt. Vor der Post Riethüsli entstünde durch eine Anpassung der Einmündung der Strasse Im Grund ein grosszügigeres «Plätzli» als heute.

Das gesamte Neugestaltungsprojekt wird zusammen mit der Durchmesserlinie im November aufgelegt. Es ist mit knapp 3,2 Millionen Franken veranschlagt. Gebaut würde frühestens im Jahr 2017 nach Inbetriebnahme des Tunnels.

Die Teufener Strasse im Riethüsli, wie sie im Jahr 2018 aussehen könnte… (Bild: Fotomontage: pd)

Die Teufener Strasse im Riethüsli, wie sie im Jahr 2018 aussehen könnte… (Bild: Fotomontage: pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.