Die Freiheit dezidiert verteidigen

ST.GALLEN. Auch in der Stadt St.Gallen haben am Donnerstag über 100 Personen gegen den Anschlag auf «Charlie Hebdo» demonstriert. Es gelte jetzt, grundlegende Werte der Demokratie zu verteidigen, wurde in Ansprachen gefordert.

Reto Voneschen
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Gedenkminute von St.Galler Medienschaffenden für die ermordeten Kolleginnen und Kollegen von «Charlie Hebdo» beim Waaghaus. (Bild: Michel Canonica)

Gedenkminute von St.Galler Medienschaffenden für die ermordeten Kolleginnen und Kollegen von «Charlie Hebdo» beim Waaghaus. (Bild: Michel Canonica)

Der Zulauf zur spontan von der Mediengewerkschaft Syndicom organisierten Kundgebung «Für (Presse-)Freiheit, gegen Gewalt» vom Donnerstagabend in St.Gallen war überraschend gross. Über 100 Personen, darunter viele Medienschaffende aus Stadt und Region, nahmen am Demonstrationszug durch die Altstadt und an der anschliessenden Gedenkminute vor dem Waaghaus teil.

Gedenkminute St.Galler Medienschaffender für die ermordeten Kolleginnen und Kollegen von «Charlie Hebdo» (Bild: Michel Canonica)
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Gedenkminute St.Galler Medienschaffender für die ermordeten Kolleginnen und Kollegen von «Charlie Hebdo» (Bild: Michel Canonica)
Gedenkminute St.Galler Medienschaffender für die ermordeten Kolleginnen und Kollegen von «Charlie Hebdo» (Bild: Michel Canonica)
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Gedenkminute St.Galler Medienschaffender für die ermordeten Kolleginnen und Kollegen von «Charlie Hebdo» (Bild: Michel Canonica)

Gedenkminute St.Galler Medienschaffender für die ermordeten Kolleginnen und Kollegen von «Charlie Hebdo» (Bild: Michel Canonica)

Auf Transparenten solidarisierte man sich mit den Opfern des Anschlags auf die Redaktion des Satiremagazins «Charlie Hebdo» vom Mittwoch in Paris. Mitgetragen wurden etwa Schilder mit dem Solidaritätsslogan «Je suis Charlie», aber auch Fackeln und Kerzen.

Sinnlose Gewalt durch Fanatiker
In Ansprachen verurteilten Syndicom-Regionalsekretär Dominik Dietrich, Tagblatt-Chefredaktor Philipp Landmark und die St.Galler SP-Kantonalpräsidentin Monika Simmler den Mordanschlag auf eine Medienredaktion. Nichts könne den durch einzelne «verblendete Fanatiker» verübten «Akt sinnloser Gewalt» rechtfertigen, zeigten sie sich einig.

Der Anschlag sei ein Angriff nicht nur auf die Meinungs- und Medienfreiheit, er richte sich vielmehr gegen unsere ganze Gesellschaft, sagte Chefredaktor Landmark. Jeder habe bei uns das Recht, zu denken, zu glauben und zu sagen, was er wolle. Das sei eine Errungenschaft der Aufklärung. Diese Freiheit gelte es zu verteidigen – mit Worten, also mit friedlichen Mitteln und in der Diskussion respektvoll gegenüber anderen Meinungen. Aber aufs Entschiedenste, forderte Landmark.

Ein Anschlag auf die Freiheit
Gewerkschaftssekretär Dietrich erinnerte daran, dass 2014 weltweit 191 Journalisten ermordet wurden. Jeder dieser Morde stelle einen Anschlag auf die Freiheit dar – genau wie das Attentat in Paris. SP-Parteipräsidentin Simmler rief dazu auf, sich gegen solche grundsätzlichen Angriffe auf Grundrechte und Freiheit zu wehren. Sie richteten sich letztlich nämlich gegen unsere ganze Demokratie.

Die Politik müsse jetzt aber Ruhe bewahren, forderte Simmler. Die Antwort auf die Mordtat müsse differenziert ausfallen. Es sei dabei auch ganz klar zwischen Religion und Fanatismus zu unterscheiden. Wer jetzt, wie gewisse Rechtspopulisten, mit Hass und allgemeiner Hetze reagiere, erreiche rein gar nichts. Er schüre die Spannungen nur und spiele so den Fanatikern letztlich sogar in die Hände.

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