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Die Feuerwehr im Dorf lassen

Die Feuerwehren von Goldach, Steinach und Horn führen ihre Schlussübungen erstmals gemeinsam durch. Nicht nur dann spannen sie zusammen. Eine Fusion lehnen die Kommandanten aber ab.
Linda Müntener
In Bereichen wie Einsatz und Ausbildung arbeiten die Feuerwehren von Goldach, Steinach und Horn zusammen. (Bild: Rudolf Hirtl)

In Bereichen wie Einsatz und Ausbildung arbeiten die Feuerwehren von Goldach, Steinach und Horn zusammen. (Bild: Rudolf Hirtl)

Goldachs Feuerwehrkommandant Robert Fuchs steht vor einem Problem, das viele seiner Kollegen kennen. Die Mitglieder der Feuerwehr Goldach arbeiten ausserhalb der Gemeinde, teils weit entfernt. Brennt es tagsüber in der Gemeinde, können viele nicht sofort am Einsatzort sein. Während der Schulferien verschärft sich dieses Problem. «Dann wird's eng», sagt Fuchs. In solchen Fällen ist der Kommandant auf Hilfe angewiesen – Nachbarschaftshilfe.

Diese bekommt Goldach aus Steinach und Horn. Die drei Feuerwehren helfen sich gegenseitig aus, wenn Not am Mann ist. Und am kommenden Freitag führen sie erstmals gemeinsam ihre Schlussübung durch. Stehen die Zeichen auf Fusion?

Kommandanten sehen wenig Vorteile einer Fusion

«Nein», heisst es auf Anfrage bei den drei Kommandanten. Ein Zusammenschluss der drei Feuerwehren, wie er vergangenes Jahr bei den Feuerwehren von Thal, Rheineck und Lutzenberg vollzogen wurde, stehe nicht zur Debatte. «Die Organisation der Feuerwehr ist Aufgabe der Gemeinde», sagt Horns Kommandant Bruno Villiger. Es ergebe deshalb wenig Sinn, die Feuerwehren zusammenzulegen. Bis auf einen grösseren Personenbestand bringe eine Fusion keine Vorteile. Im Fall der Feuerwehr Horn wäre eine Fusion mit den St. Galler Nachbarn ohnehin schwierig, sagt Villiger. Denn die Feuerwehr Horn wird von der Gebäudeversicherungsanstalt des Kantons Thurgau finanziert. Dem stimmt Robert Fuchs zu. Die bisherige Zusammenarbeit sei von den Kommandanten forciert worden. «Die Fusionsfrage ist hingegen eine politische», sagt er. Auch Steinachs Feuerwehrkommandant Stefan Müller lehnt einen Zusammenschluss ab. Die Feuerwehr Steinach zählt derzeit 48 Mitglieder. Auch wenn das Ziel von 50 Aktiven damit nicht erreicht ist, bestehe kein Leidensdruck. «Unser Bestand ist konstant», sagt Müller. In Goldach und Horn habe man derzeit ebenfalls keine grosse Nachwuchssorgen.

Zusammenarbeit weiterverfolgen

An der bisherigen Zusammenarbeit wollen die drei Feuerwehren festhalten. «Diese funktioniert hervorragend», sagt Robert Fuchs. Nicht nur im Bereich Einsatz, auch im Bereich Ausbildung nutze man Synergien. Die Atemschutzausbildung haben die drei Feuerwehren beispielsweise gemeinsam absolviert. «So können grössere Gruppen an den Ausbildungen teilnehmen und vom Erfahrungsaustausch profitieren», sagt Stefan Müller. Finanziell habe die Zusammenarbeit der drei Feuerwehren keine Auswirkungen, sagt Robert Fuchs. «Sie kostet uns nicht mehr und nicht weniger.» Gepflegt werde dabei etwas, das man ohnehin nicht bezahlen könne: die Kameradschaft.

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