Die Feststadt bläst zum Endspurt

St. Gallen macht sich schick fürs Musikfest. Die Polizei hantiert mit Hunderten von Verkehrstafeln, Strassenarbeiter bessern den Belag der Marschmusikstrecke aus, Rekruten richten eine Feststadt auf. Für Autos wird's schon ab Dienstag eng.

Ralf Streule
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Namensvetter sind für den Festaufbau zuständig: Hanspeter Egli (rechts) und Hanspeter Schnüriger auf der Marschmusiktribüne an der Museumstrasse. (Bild: Urs Bucher)

Namensvetter sind für den Festaufbau zuständig: Hanspeter Egli (rechts) und Hanspeter Schnüriger auf der Marschmusiktribüne an der Museumstrasse. (Bild: Urs Bucher)

Während Musikvereine aus der ganzen Schweiz zum letztenmal die schwierigen Stellen ihrer Wettbewerbsstücke üben und die Marschmusik-Schritte perfektionieren, macht sich auch die Feststadt St. Gallen bereit. Er sei selber beeindruckt gewesen, sagt Hanspeter Egli, als er kürzlich noch einmal aufgelistet habe, was in den kommenden Tagen noch zu erledigen sei. Egli, kürzlich als Direktor der Olma Messen zurückgetreten, ist Chef des Ressorts «Bau und Infrastruktur» im OK des Eidgenössischen Musikfests. Dem «grössten Blasmusikfest der Welt», das am nächsten Freitag beginnt und über 20 000 Musikanten und 200 000 Besucher nach St. Gallen locken wird.

Hauptarbeiten ab Dienstag

Vor allem ab kommendem Dienstag werde man «die Feststadt richtig wachsen sehen», sagt Hanspeter Schnüriger, der für die Aufbauten in der Innenstadt zuständig ist. Bereits jetzt stehen die Tribünen und Jury-Podeste an den Parademusikstrecken Rorschacher- und Museumsstrasse. Dort waren gestern noch Mitarbeiter des Tiefbauamts daran, Unebenheiten auszubessern und Schlaglöcher aufzufüllen.

Ab Dienstagabend erhalten die Zivilschützer, die bisher im Einsatz waren, Hilfe von Rekruten. In den drei Tagen bis zum Fest werden in der Marktgasse, auf dem Grüningerplatz, dem Unteren Brühl, dem Spelteriniplatz und auf der Sonnenstrasse Zelte und Bühnen aufgestellt. Dazu kommen laut Egli Infotafeln, Pflanzenschmuck, 32 Toi-Toi-WCs, acht WC-Wagen, zehn «Bürocontainer» samt Informatik-Installationen und vieles mehr.

Markt wird verschoben

Für den Verkehr wird es schon ab Dienstag eng in der Stadt, wie Walter Schweizer von der Stadtpolizei sagt. Die Sonnenstrasse und der Spelteriniplatz werden gesperrt (Kasten). Auch im Bereich Marktgasse seien Behinderungen nicht zu vermeiden. Anlieferungen für Geschäfte der Innenstadt seien aber nach wie vor möglich. Der Markt beim Vadian-Denkmal muss jedoch zum Blumenmarkt verschoben werden.

Die Polizei habe in den vergangenen Wochen «Tonnagen» von Umleitungs- und anderen Verkehrstafeln vorbereitet, sagt Schweizer. Kommende Woche werden diese an ihre Plätze gebracht, damit sie fürs Fest bereit sind. Zudem stünden ab Dienstag Instruktionen für Zivilschützer und Rekruten an, die den Verkehr während des Fests leiten werden.

«Mal im Festzelt vorbeischauen»

Die Bau- und Verkehrs-Vorbereitungen fürs Eidgenössische laufen laut Schnüriger seit zwei Jahren. Nun, kurz vor dem Fest, sei natürlich eine gewisse Anspannung da: «Wir hoffen, an alles gedacht zu haben.» Er rechne aber damit, an den Wochenenden auch mal Zeit für einen Konzert- oder Festzeltbesuch zu haben. Am Montag danach geht's mit Arbeit weiter. Dann gilt es, die Feststadt zurückzubauen. Bis Mittwoch, hoffe er, sei auch das geschafft.

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